KFV Studie: Risikobewusstsein in Krisenzeiten 2022

61

Seit mehr als zwei Jahren leben die Menschen in Österreich mit der COVID-19-Pandemie und deren Folgen und Maßnahmen. Neben den gesundheitlichen Konsequenzen von COVID-19 hat das Virus auch unmittelbare Auswirkungen auf die verschiedenen Lebensbereiche der österreichischen Bevölkerung. Hinzu kommt, dass das Unvorstellbare wahr geworden ist: Krieg in Europa.

Das KFV hat daher in einer aktuellen Studie die Effekte und Auswirkungen der vergangenen zwei Jahre der Covid-19 Pandemie auf das Risikobewusstsein in der österreichischen Bevölkerung erhoben. Die Befragung hat zum Ziel, den Umgang mit Risikofaktoren, die getroffenen Vorkehrungsmaßnahmen und die Einschätzung zukünftiger Gefahren und Bedrohungen in Österreich empirisch zu erfassen.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Österreicher*innen durch die Corona-Pandemie ein verstärktes Bewusstsein für Risiken entwickelt haben. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten hat auch in Bezug auf Präventionsmaßnahmen dazu gelernt.

Sechs von zehn Befragten schätzen heutzutage die Welt um sich herum gefährlicher ein als vor der Corona-Pandemie. Extremwetterereignisse und Naturkatastrophen werden als größte Gefahr gesehen, vor der wir uns in Zukunft in Österreich schützen müssen. Zudem sah sich, noch vor Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine, mehr als ein Drittel der Österreicher*innen ab 16 Jahren im privaten Bereich bzw. als Privatperson hinsichtlich möglicher zukünftiger Bedrohungen gut gerüstet – diese Einschätzung reduzierte sich deutlich nach Kriegsbeginn.

Das Ziel für die Zukunft sollte eine Gesellschaft sein, die weiß, wie sie mit Risiken umgehen muss, statt sich vor ihnen zu fürchten. Daher braucht es auch weiterhin innovative Präventionsstrategien – denn diese sind der Schlüssel zu mehr Sicherheit.

Studienzusammenfassung: Risikobewusstsein in Krisenzeiten