Das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit)

2.000 Tote und 68.000 Verletzte forderte der Straßenverkehr im KFV-Gründungsjahr 1959 – eine menschliche wie wirtschaftliche Katastrophe. Um die Zahl der Unfälle zu senken wurde am 24. April 1959 das Kuratorium für Verkehrssicherheit als unabhängiger Verein gegründet. Bereits am 22. Mai 1959 fand mit dem „Tag der Verkehrssicherheit“ die erste österreichweite Aktion statt. Das KFV leistet Pionierarbeit in der Verkehrs- und Fahrzeugtechnik, in der Verkehrspsychologie und in der Verkehrserziehung. Unfälle werden aus unterschiedlichen Blickwinkeln analysiert und erforscht und das KFV positioniert sich als Experte in der Unfallvermeidung.

In den 80er Jahren ruft das Kuratorium für Verkehrssicherheit mit der Kampagne „Minus zehn Prozent“ die bisher größte österreichweite Verkehrssicherheitsaktion ins Leben. HELMI, der kleine Sicherheitsexperte, unterstützt das KFV mit Tipps für Kinder und Jugendliche zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr. 1986 tritt das Kuratorium für Verkehrssicherheit mit dem ersten „10-Punkte-Verkehrssicherheitsprogramm“ an die Bundesregierung heran, um die Zahl der Unfälle in Österreich zu reduzieren. Über die Landesgrenzen hinaus setzt sich das Kuratorium für Verkehrssicherheit für das Thema Verkehrssicherheit ein und gewinnt mit seiner Expertise auch auf EU-Ebene an Gewicht. Ab 1992 werden mit der Gründung der KFV Sicherheit-Service GmbH Dienstleistungen im Verkehrswesen und anderen Lebensbereichen angeboten, um die Sicherheit und Gesundheit der Menschen in Österreich zu fördern.

Beinahe 60 Jahre nach seiner Gründung ist das KFV eine moderne Präventionsinstitution, die sich seine Innovationskraft in all den Jahrzehnten bewahrt hat. Das KFV sieht seine Aufgabe darin, die Risikokompetenz der Bevölkerung zu stärken, denn trotz der technischen Möglichkeiten, die dem modernen Menschen zur Verfügung stehen, ist vorausschauendes Handeln immer noch der beste Unfallschutz.