1990 – 1999: Es gibt noch viel zu tun

67

Das Kuratorium beteiligt sich an EU-weiten Forschungs und Umsetzungsprojekten und verstärkt seine internationalen Aktivitäten.

Das KFV wächst in den neunziger Jahren; einerseits über die Landesgrenzen, andererseits thematisch. 1987 wird das Institut Sicher Leben für die Erforschung und Verhütung von Unfällen zu Hause gegründet. Als einzige Organisation in Österreich erhebt das Institut Daten zum Unfallgeschehen zu Hause, in der Freizeit und beim Sport.

Die IDB Austria basiert auf Interviews mit Unfallopfern in ausgewählten Krankenhäusern, in denen detaillierte Fakten über die betroffene Person, beteiligte Produkte, Unfallursachen und Unfallschwere erhoben werden. Zusammen mit der Unfallbeschreibung ergibt dies eine einzigartige Datengrundlage für die Unfallprävention.

1992 wird die KFV Sicherheit-Service GmbH gegründet. 1999 wird mit dem Institut für technische Sicherheit (heute Bereich Eigentumsschutz) ein weiterer zentraler Aufgabenbereich des KFV geschaffen. Zu den bekanntesten Aktionen der 1990er Jahre zählt die Apfel-Zitrone- Kampagne, bei der Kinder Autofahrern sozusagen Noten geben. In zwei Jahren werden etwa 300.000 Fahrzeuglenker erreicht. 1998 wird unter dem Motto „Gurt sei Dank“ an die Gurtmoral der Österreicher appelliert. Damit werden pro Jahr etwa hundert Menschenleben gerettet.

Autobahnplakat der Kampagne „Gurt sei dank“ 1998 Foto: KFV
Unfallsimulation mit Kran. Foto KFV