e-Walk – Erfassung von Wirkungspotenzialen der Alltagsnutzung von elektrischen Kleinstfahrzeugen für FußgängerInnen

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Ausgangssituation und Motivation

Regelmäßig dringen neue Trendgeräte auf den Markt, welche vom Handel unterschiedlich forciert und beworben werden. Einzelne Geräte werden von KonsumentInnen stark angenommen, schaffen eine langfristige Etablierung und werden zum Alltagsverkehrsmittel (vgl. Inline Skates, Micro-Scooter), andere sind nach wenigen Verkaufssaisonen wieder vom Markt verschwunden.
In den letzten Jahren sind verstärkt e-Kleinfahrzeuge erhältlich (z.B. Hoverboards, e-Scooter, Longboards, Monowheels etc.). Durch verstärkte Nutzung unterschiedlicher Kleinfahrzeuge auf Alltagswegen ist es mittlerweile notwendig, entsprechende gesetzliche aber auch infrastrukturelle Rahmenbedingungen zu schaffen (z.B. Nutzung von Rad- oder Gehwegen).
Das Potenzial von elektrisch betriebenen Kleinfahrzeugen entfaltet sich vor allem in Kombination mit dem ÖV, da die „erste und letzte Meile“ bei Alltagswegen mit diesen Fahrzeugen rasch zurückgelegt werden kann und somit eine attraktive Alternative zum Pkw entsteht. Zusätzlich ergibt sich durch eine Erweiterung von Erreichbarkeiten auf Fußwegen ein positiver Effekt auf aktive Mobilitätsformen.
Das Projekt legt den Fokus aus diesem Grund auf die Untersuchung des Potenzials von elektrischen Kleinfahrzeugen insb. e-Scooter in der Alltagsmobilität zur Verkehrsverlagerung.

Zielsetzung und Ergebnisse

Im Rahmen des Projekts werden auf Basis der Analyse von erforderlichen Rahmenbedingungen auf Angebots- und Nachfrageseite sowie von potenziellen verkehrlichen Wirkungen konkrete Maßnahmen abgeleitet, die die Nutzung von elektrischen Kleinfahrzeugen zur Steigerung der Verkehrsverlagerung auf Verkehrsmittel des Umweltverbunds (aktive Mobilität, ÖV) fördern. Dabei werden sowohl infrastrukturelle, nutzerInnenbezogene, rechtliche als auch verkehrssicherheitsrelevante Aspekte berücksichtigt. Folgende Kernergebnisse werden angestrebt:

  • Wirkungsabschätzung der Nutzung von elektrischen Kleinfahrzeugen auf verkehrliche Kennzahlen
  • Umsetzungsplan für ausgewählte identifizierte Maßnahmen mit hohem Potenzial zur Verlagerung
  • Katalog von Handlungserfordernissen (politisch-rechtlich) zur Förderung der sicheren Nutzung von elektrischen Kleinfahrzeugen

Kooperationspartner
KFV – Kuratorium für Verkehrssicherheit
AIT (Austrian Institute of Technology)
Herry Consult GmbH

Laufzeit
01.03.2018 – 31.08.2020

Projektart
Nationales Projekt

Förderprogramm
Mobilität der Zukunft 2017, 9. Ausschreibung