Gratis-Bojen-Verleih erhöht die Sicherheit am Bodensee

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Die Schwimmsaison hat begonnen und damit steigt auch wieder die Ertrinkungsgefahr. Besonders auf großen offenen Gewässern wie dem Bodensee ist das Risiko nicht zu unterschätzen. Schwimmbojen können im Notfall Leben retten. An zwei Badestellen am Bodensee wird es daher ab sofort Schwimmbojen zum kostenlosen Ausborgen geben. Der Bregenzer Bürgermeister Michael Ritsch und die Präventionsinstitution KFV zeigen sich bei der offiziellen Präsentation von der Nützlichkeit der Bojen überzeugt.

Bregenz, 27. Mai 2026. Nach dem umfassenden Umbau des Seebades Bregenz kann die Badesaison starten. Damit Einheimische und Gäste das Schwimmen im Bodensee möglichst sicher genießen können, wurden an zwei Badestellen in Bregenz jeweils zehn gut sichtbare Schwimmbojen installiert. Die Bojen erhöhen die Sichtbarkeit und Sicherheit im Wasser und verfügen zusätzlich über ein wasserdichtes Staufach, in dem kleinere Wertgegenstände während des Schwimmens trocken verstaut werden können. Zur Verfügung gestellt wurden die Bojen von der Präventionsinstitution KFV. Die Stadt Bregenz verfügt somit über die ersten zwei kostenlosen Bojenverleihstationen in Österreich.

„Mit dem kostenlosen Bojenverleih möchten wir den Badegästen eine einfache Möglichkeit bieten, ihre eigene Sicherheit im Wasser zu erhöhen und sich von der Nützlichkeit solcher Bojen zu überzeugen“

Michael Ritsch (Bürgermeister von Bregenz)
Michael Ritsch (Bürgermeister von Bregenz) © Landeshauptstadt Bregenz/Vincent Großkopf

Bei der offiziellen Übergabe überzeugte sich der Bregenzer Bürgermeister Michael Ritsch persönlich von der Qualität der neuen Schwimmbojen. Er betonte die Bedeutung dieser zusätzlichen Sicherheitsmaßnahme: „Das Bregenzer Bodenseeufer wird an heißen Tagen von Erholungssuchenden aus Nah und Fern sehr geschätzt. Doch nicht alle haben eine Schwimmboje zur Hand, wenn sie weiter hinausschwimmen möchten. Mit dem kostenlosen Bojenverleih möchten wir den Badegästen eine einfache Möglichkeit bieten, ihre eigene Sicherheit im Wasser zu erhöhen und sich von der Nützlichkeit solcher Bojen zu überzeugen.“ Die Initiative wird auch vom Landesverband Vorarlberg der Österreichischen Wasserrettung sehr begrüßt  und unterstützt.

„Wer sich in offenen Gewässern vom Ufer entfernt, sollte eine Schwimmboje mitführen. Falls man müde wird, kann man sich daran festhalten und um Hilfe rufen bzw. nach einer Erholungsphase ans Ufer zurückschwimmen“

Martin Pfanner
KFV-Experte Martin Pfanner © Landeshauptstadt Bregenz/Vincent Großkopf

 

Die Handhabung ist einfach: Boje entnehmen, bei Bedarf Wertgegenstände im wasserdichten Staufach verstauen, Hüftgurt anlegen und nach dem Schwimmen wieder an der Verleihstation zurückhängen. Mag. Martin Pfanner vom KFV erklärt dazu: „Wer sich in offenen Gewässern vom Ufer entfernt, sollte eine Schwimmboje mitführen. Falls man müde wird, kann man sich daran festhalten und um Hilfe rufen bzw. nach einer Erholungsphase ans Ufer zurückschwimmen. Aber Achtung: Schwimmbojen sind keine Schwimmhilfen bzw. Schutzausrüstung und nur für gute Schwimmerinnen und Schwimmer zur Unterstützung geeignet.“

Wie eine Auswertung der Todesursachenstatistik der Jahre 2015 bis 2024 durch das KFV zeigt, sind in diesem Zeitraum insgesamt 22 Menschen in Vorarlberg ertrunken. Im Jahr 2024 kamen zwei Menschen bei Badeunfällen ums Leben; beide Fälle ereigneten sich am Bodensee. Am gesamten Bodensee, einschließlich Schweiz und Deutschland, starben 2024 insgesamt 17 Menschen.

Präventionstipps:

  • Nie alleine schwimmen! Möglichst immer in Sichtweite anderer Personen bleiben.
  • Schwimmboje mitnehmen: Vor allem bei längeren Schwimmstrecken.
  • Schwimmwesten versus Rettungswesten: Schwimmwesten dienen primär als Schwimmhilfen, Rettungswesten drehen bewusstlose Personen im Notfall in eine sichere Lage und halten den Kopf über Wasser. Darauf sollte man beim Kauf achten.
  • Kreislauf schonen! Nach längeren Sonnenbädern langsam ins Wasser gehen und den Kopf durch eine Kopfbedeckung vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.
  • Eigene Kräfte realistisch einschätzen! Warnsignale des Körpers ernst nehmen.
  • Rutschgefahr vermeiden! Auf nassen Böden langsam gehen und rutschfeste Badeschuhe tragen.
  • Kinder nie unbeaufsichtigt lassen! Sie können bereits in wenigen Sekunden und auch in flachem Wasser unbemerkt in eine lebensgefährliche Situation geraten.

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