Ablenkung ist die Unfallursache Nummer 1 im Straßenverkehr – 42 Prozent aller Verkehrsunfälle in Tirol waren 2025 darauf zurückzuführen. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, startete das KFV – unterstützt von Land Tirol, Stadt Innsbruck, Bildungsdirektion und Polizei – eine Schwerpunktwoche. Bis 3. Juli 2026 fanden Workshops für rund 300 Jugendliche in Innsbruck statt. Jugendliche zählen zu den gefährdetsten Personengruppen.
Innsbruck, 3. Juli 2026. Im Jahr 2025 gab es in Tirol 1.736 Ablenkungsunfälle. 2.030 Verkehrsteilnehmende wurden dabei verletzt, 11 kamen ums Leben. Ablenkung war somit 2025 für 42 Prozent aller Unfälle im Tiroler Straßenverkehr verantwortlich – in Österreich sind es rund 34 Prozent. Das Land Tirol sieht weiteren Sensibilisierungsbedarf, Verkehrslandesrat René Zumtobel erklärt: „Damit Ablenkungsunfälle erst gar nicht passieren, bedarf es stetiger Bewusstseinsbildung. Die Schwerpunktwoche setzt gezielt bei jungen Menschen an und vermittelt praxisnah und altersgerecht, warum volle Aufmerksamkeit im Straßenverkehr so entscheidend ist. Prävention und Bewusstseinsbildung sind zentrale Hebel, um Unfälle zu vermeiden und die Sicherheit auf Tirols Straßen zu erhöhen. Leider gab es 2025 in Tirol 42 Todesfälle im Straßenverkehr – ein Großteil davon wäre vermeidbar gewesen.“
„Damit Ablenkungsunfälle erst gar nicht passieren, bedarf es stetiger Bewusstseinsbildung.“

Verkehrssicherheit ist auch eine Bildungsaufgabe
Rund 11 Prozent aller Verunfallten bei Ablenkungsunfällen in Tirol sind zwischen 15 und 19 Jahre alt. Elisabeth Mayr, Bürgermeister-Stellvertreterin der Stadt Innsbruck betont:
„Verkehrssicherheit ist auch eine Bildungsaufgabe. Gerade Jugendliche sollen früh erfahren, welche Folgen eine kurze Unaufmerksamkeit im Straßenverkehr haben kann. Die Workshops vermitteln dieses Wissen anschaulich und stärken damit das Bewusstsein für verantwortungsvolles Verhalten im Alltag.“

Straßenverkehr wird immer komplexer, Ablenkung umso fataler
Egal, ob wir uns zu Fuß, mit dem Fahrrad, E-Scooter oder dem Auto im Straßenverkehr bewegen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich dabei ablenken zu lassen. Darunter fällt beispielsweise eine Textnachricht zu lesen, intensive Gespräche mit anderen Personen zu führen oder etwas zu essen. Oberst Enrico Leitgeb, von der Landespolizeidirektion Tirol erklärt: „Immer mehr Menschen nützen unterschiedlichste Verkehrsmittel und neue Mobilitätsformen wie E-Scooter, wodurch der Straßenverkehr immer komplexer wird.“
„Umso wichtiger ist es, insbesondere Jugendliche früh dafür zu sensibilisieren, aufmerksam zu bleiben und Verkehrssituationen richtig einzuschätzen. Multitasking im Straßenverkehr funktioniert nicht.“

Auch die aktuelle Verkehrssicherheitskampagne des Landes Tirol in Zusammenarbeit mit dem KFV und der Polizei sensibilisiert für mehr Respekt, Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme im Verkehr.
Folgen von Ablenkung erlebbar machen
Die Schwerpunktwoche rund um das Thema Ablenkung im Straßenverkehr, durchgeführt vom KFV, richtet sich an Jugendliche der 7. bis 9. Schulstufe. Das Interesse an der Aktion ist groß: Insgesamt nehmen rund 300 Schüler*innen an den Workshops teil. Im Rahmen der Aktion wird ein Parcours mit ineinandergreifenden Stationen, in denen auch eine 270 Grad Safety Box neu zum Einsatz kommt, aufgebaut.

Als Standort für die Schwerpunktwoche wurde der Mehrzwecksaal Arzl, in Innsbruck gewählt. KFV-Experte Martin Pfanner betont:
„Diese Box stellt ein interaktives Tool dar, bei der die Schüler*innen in Selbstversuchen testen können, dass Unachtsamkeit durch die Nutzung eines Smartphones sehr rasch zu heiklen Situationen führen kann.“







