Die nächste Hitzewelle steht bevor – und damit werden wieder verstärkt mobile Klimageräte mit Abluftschlauch eingesetzt. Wird zugleich eine Gastherme betrieben, kann diese Kombination gefährlich werden. Der Abluftschlauch des Klimageräts leitet warme Raumluft nach draußen. Strömt nicht ausreichend Frischluft nach, entsteht in der Wohnung ein Unterdruck. Dadurch könnten die Abgase aus dem Rauchfang unter Umständen zurück in die Wohnräume gezogen werden. Es droht eine Vergiftung mit dem geruchlosen Kohlenmonoxid (CO). Bereits mindestens fünf Menschen erlitten heuer infolge dieser Kombination eine CO-Vergiftung. Das KFV erklärt, wie man sich schützen kann.
Wien, 30. Juli 2026. Wer eine Gastherme in der Wohnung hat und zugleich ein mobiles Klimagerät mit Abluftschlauch betreibt, sollte besonders vorsichtig sein. Unter ungünstigen Bedingungen droht eine Vergiftung mit Kohlenmonoxid (CO). Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV, betont: „Kohlenmonoxid ist so gefährlich, weil man es weder sehen noch riechen kann – und genau deshalb wird die Gefahr oft zu spät erkannt. CO-Warnmelder sind daher eine wichtige zusätzliche Schutzmaßnahme.“
„Kohlenmonoxid ist so gefährlich, weil man es weder sehen noch riechen kann.“
Trügerisch ist auch, dass die Symptome einer CO-Vergiftung zunächst unspezifisch sind. Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit oder Benommenheit können insbesondere an heißen Tagen als Kreislaufprobleme oder Hitzebeschwerden fehlinterpretiert werden. Im heurigen Jahr erlitten bereits mindestens fünf Personen eine CO-Vergiftung im Zusammenhang mit mobilen Klimageräten und Gasthermen. Schwere CO-Vergiftungen können innerhalb kurzer Zeit zu Bewusstlosigkeit, bleibenden Gesundheitsschäden und zum Tod führen.
Gefährlich wird das Zusammenspiel mehrerer Faktoren Die jüngste Hitzeperiode hat einen regelrechten Boom bei mobilen Klimageräten ausgelöst, weil sie schnell verfügbar und ohne größere bauliche Maßnahmen einsetzbar sind. Dr. Kaltenegger erklärt dazu: „Ein mobiles Klimagerät mit Abluftschlauch ist für sich allein noch nicht gefährlich. Kritisch wird es, wenn es gleichzeitig mit einer raumluftabhängigen Gastherme betrieben wird und aufgrund geschlossener Fenster nicht genügend Frischluft nachströmen kann.“ Ist die Therme zudem schlecht gewartet oder technisch nicht einwandfrei, kann sich das Risiko weiter erhöhen. Umso wichtiger ist es, einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten.
„Kritisch wird es, wenn es gleichzeitig mit einer raumluftabhängigen Gastherme betrieben wird und aufgrund geschlossener Fenster nicht genügend Frischluft nachströmen kann.“
Nicht jede Klimaanlage erhöht das Risiko von CO-Unfällen Kohlenmonoxid (CO) entsteht, wenn kohlenstoffhaltige Materialien wie Holz oder Gas bei unzureichender Sauerstoffzufuhr unvollständig verbrennen. Normalerweise steigen die warmen Abgase im Rauchfang nach oben und ziehen ins Freie ab. An Hitzetagen kann dieser natürliche Auftrieb jedoch schwächer werden – im schlimmsten Fall gelangen die Abgase zurück in die Wohnräume. Mobile Klimageräte mit Abluftschlauch und Dunstabzugshauben können die Situation zusätzlich verschärfen: Sie befördern Raumluft nach draußen, wodurch ein Unterdruck entsteht und Luft anschließend nachströmen muss. Sind die Fenster geschlossen und ist die Frischluftzufuhr unzureichend, können im ungünstigen Fall Abgase über den Rauchfang zurück in die Wohnung gesaugt werden.
Eine erhöhte CO-Gefahr geht allerdings nicht von allen Klimageräten aus, weiß der Experte: „Fachgerecht installierte Split-Klimaanlagen, für deren Einbau seit Kurzem auch in Wiener Gemeindebauten eine Genehmigung beantragt werden kann, erzeugen üblicherweise keinen vergleichbaren Unterdruck, da sie keine Raumluft über einen Abluftschlauch ins Freie fördern. Im Zusammenhang mit Gasthermen sind sie daher in der Regel unproblematisch.“
„Im Zusammenhang mit Gasthermen sind Split-Klimaanlagen in der Regel unproblematisch.“
Auch Gasherde können eine Gefahr darstellen Unabhängig vom Einsatz mobiler Klimageräte können auch Gasherde zur Quelle von Kohlenmonoxid werden. Beim Betrieb eines Gasherds entstehen Verbrennungsgase, die in der Regel unmittelbar in die Raumluft gelangen. Bei unvollständiger Verbrennung, etwa infolge von Verschmutzung, eines Defekts, einer falschen Einstellung oder unzureichender Verbrennungsluft, kann vermehrt Kohlenmonoxid entstehen. Gasherde sollten daher entsprechend den Herstellerangaben gewartet und bei Auffälligkeiten umgehend durch befugtes Fachpersonal überprüft werden. Während des Kochens sollte man ausreichend lüften.
So lässt sich das Risiko von CO-Unfällen senken
Lassen Sie raumluftabhängige Gasthermen und Gasdurchlauferhitzer regelmäßig durch befugtes Fachpersonal warten sowie Rauchfang, Abgasführung und Luftversorgung durch den Rauchfangkehrer überprüfen.
Lassen Sie auch Gasherde entsprechend den Herstellerangaben warten und bei Auffälligkeiten umgehend durch befugtes Fachpersonal überprüfen. Sorgen Sie beim Kochen für ausreichende Lüftung und verwenden Sie einen Gasherd niemals zum Heizen.
Betreiben Sie abluftführende Klimageräte oder Dunstabzugshauben nicht gleichzeitig mit raumluftabhängigen Gasgeräten. Beachten Sie, dass bei gemeinsam genutzten Rauchfängen auch das Abschalten der eigenen Therme möglicherweise nicht ausreicht.
Sorgen Sie beim Betrieb des Gasgeräts für ausreichende Frischluftzufuhr. Lüften ersetzt jedoch keine fachliche Überprüfung.
Installieren Sie einen CO-Warnmelder gemäß Herstellerangaben. Bei Alarm oder typischen Beschwerden sofort ins Freie gehen und Feuerwehr 122 sowie Rettung 144 verständigen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.