Sieben Schulklassen setzen mit Äpfeln und Zitronen ein Zeichen gegen zu schnelles Fahren

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In Vorarlberg werden jedes Jahr rund 200 Kinder bei Verkehrsunfällen verletzt. Bei einem erheblichen Anteil dieser Unfälle ist nichtangepasste Geschwindigkeit die Ursache. Um dem entgegenzuwirken, wurde an 2 Volksschulen im Bezirk Bregenz (Schwarzach und Lauterach Dorf) die Aktion „Apfel-Zitrone“ durchgeführt. Mit Unterstützung des KFV und der örtlichen Polizei kontrollierten insgesamt rund 150 Volksschulkinder die Einhaltung der Tempolimits im Schulumfeld. Wer sich vorschriftsmäßig verhielt, wurde mit einem „süßen Apfel“ belohnt – Schnellfahrende erhielten hingegen eine „saure Zitrone“.

Bregenz, 20. Mai 2026. Ausgestattet mit Radargeräten, Warnwesten, Äpfeln und Zitronen wurden am Tag der Aktion zahlreiche Kinder mit Unterstützung der Polizei und Lehrkräften zu Verkehrserzieher*innen und führten Geschwindigkeitsmessungen durch. Diese Aktion hat das Ziel, Kinder frühzeitig für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren. „Kinder nehmen ihre Umgebung anders wahr als Erwachsene, lassen sich leichter ablenken und können potenzielle Gefahren häufig noch nicht richtig einschätzen. Die Apfel-Zitrone-Aktion zeigt auf gelungene Weise, wie Kinder spielerisch für sicheres Verhalten im Straßenverkehr sensibilisiert werden können und zugleich Erwachsene an ihre Verantwortung erinnert werden,“ erklärt Thomas Schierle, Bürgermeister von Schwarzach.

An die Verantwortung der Erwachsenen zu appellieren ist dabei ein wichtiger Punkt. „Viele Lenker*innen halten sich nicht an die geltenden Geschwindigkeitsbeschränkungen, wie standardisierte Messungen zeigen. Dabei hat die gewählte Fahrgeschwindigkeit einen wesentlichen Einfluss auf das Unfallrisiko sowie die Schwere möglicher Unfälle. Besonders im Bereich von Schulen ist es daher wichtig, die Geschwindigkeit an die jeweiligen Verkehrsbedingungen anzupassen,“ ergänzt Martin Pfanner von Kuratorium für Verkehrssicherheit.

Gerade junge Verkehrsteilnehmende benötigen besonderen Schutz und sind auf die Aufmerksamkeit sowie das rücksichtsvolle Verhalten von Erwachsenen angewiesen. „Es freut uns, dass wir mit dieser Aktion einen Beitrag zur Verkehrssicherheit in Vorarlberg leisten können. Durch den anschaulichen und praxisnahen Ablauf bleibt den Schüler*innen vieles nachhaltig in Erinnerung. Gleichzeitig werden sie ermutigt, Erwachsene auf mögliches Fehlverhalten im Straßenverkehr aufmerksam zu machen.“ fasst Verkehrserziehungsreferentin Angelika Walser von der Bildungsdirektion Vorarlberg zusammen.

Mit großem Engagement unterstützte auch die Polizei die „Apfel-Zitrone“-Aktionen und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Durch ihre Präsenz vermittelte die Polizei den Schüler*innen auf anschauliche Weise die Bedeutung von Verkehrsregeln und sicherem Verhalten im Straßenverkehr. Gleichzeitig setzte sie ein starkes Zeichen für mehr Aufmerksamkeit und Sicherheit im Bereich von Schulen.

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