Tirol ist sicher! 60 Jahre KFV-Sicherheitstourstop in Innsbruck

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Foto: KFV/APA-Fotoservice/Pichler

Wie gefährlich war Autofahren noch vor Jahrzehnten? Seit wann gibt es Gurtsysteme in Fahrzeugen oder überhaupt Tempolimits? Das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) feiert sein 60-jähriges Jubiläum und stellt im Rahmen einer mehrtägigen Sicherheitstour den Eduard-Wallnöfer-Platz in Innsbruck ganz unter das Motto Unfallprävention. Bis 20. September können Interessierte vor Ort spannende Workshops und Vorträge besuchen.

Innsbruck, 18. September 2019. Unfallprävention spielte im Gründungsjahr des KFV in Österreich noch eher eine Nebenrolle. So starben vor knapp 60 Jahren in Tirol noch 145 Menschen (1961 zum Start der Aufzeichnungen) an den Folgen eines Autounfalles. Im Jahr 2018 lag die Zahl der Getöteten bei 36 Personen. Damit konnte die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle in Tirol seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 1961 um rund 75 Prozent reduziert werden. „Der Rückgang der Unfallzahlen zeigt deutlich, wie wichtig und wirksam zielgerichtete Präventionsarbeit ist. Dank gezielter Bewusstseinsbildung, langfristigen Programmen und nachhaltigen Maßnahmen in der Verkehrssicherheitsarbeit ist das Land Tirol Schritt für Schritt sicherer geworden. Wir arbeiten selbstverständlich weiterhin daran, die Tiroler Straßen für alle VerkehrsteilnehmerInnen immer noch sicherer zu machen“, betont Landeshauptmann- Stellvertreterin Ingrid Felipe.

Sieger des Kreativwettbewerbs „Sichtbarkeit – Gestalte dein Modelabel“ ausgezeichnet
Gerade bei den bewusstseinsbildenden Maßnahmen spielt seit jeher die Präventionsarbeit mit Kindern und Jugendlichen eine bedeutende Rolle. Mit zielgruppengerechten Maßnahmen wird laufend versucht, Kinder und Jugendliche auf die Gefahren des Straßenverkehrs aufmerksam zu machen und so entsprechendes Risikobewusstsein zu schaffen. Im Zuge der Eröffnung der Sicherheitstour des KFV wurden vom Land Tirol, der Bildungsabteilung und dem KFV dieSiegerprojekte des Kreativwettbewerbs „Sichtbarkeit – Gestalte dein Modelabel“ geehrt. Im Zuge des Wettbewerbs entwickelten Schüler kreative Ideen zur besseren Sichtbarkeit bei Dunkelheit und schlechter Sicht. Eine Jury bewertete anschließend die Einsendungen. Die Gewinner erhielten einen Ausflug für die ganze Familie in die Swarovski-Kristallwelten nach Wattens bzw. 500 Euro für die Klassenkasse. Eine Designerin entwickelte aus Siegerentwürfen zudem fertige Produkte (Quasten und eine Mütze), die ab sofort von den Projektpartnern verteilt werden.

60 Jahre Kuratorium für Verkehrssicherheit – Feiern Sie mit!
„Durch umfassende Präventionsarbeit heute einen Mehrwert für das Leben von morgen zu schaffen – das ist das klare Ziel des Kuratoriums für Verkehrssicherheit. Unser Jubiläum ist für uns daher ein willkommener Anlass, nicht nur Vergangenes Revue passieren zu lassen, sondern uns vor allem auch für die Herausforderungen der Zukunft zu wappnen“, betont KFV-Direktor Dr. Othmar Thann. Unter dem Motto „Sicher Leben“ wird den Besuchern der KFV Sicherheits-Tour ein umfangreiches Rahmenprogramm zu verschiedensten Themenbereichen der Prävention geboten. Mitmachstationen und Demonstrationen laden dazu ein, aktiv in die Welt der Sicherheitsforschung einzutauchen. Gemeinsam mit Experten können Interessierte hautnah erleben, wie Sicherheitsgurte beim Aufprall Leben retten können, wie viele Meter man im Blindflug mit dem Auto bei Ablenkung zurücklegt, welche Chancen, aber auch Risiken, neue Technologien im Haushalt mit sich bringen und wie neue Mobilitätsformen den Alltag der Menschen verändern werden. Alle Stationen werden von KFV Experten betreut, die den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Natürlich ist auch Sicherheitsexperte HELMI mit auf Tour und freut sich, Klein und Groß beim Meet & Greet begrüßen zu dürfen. Ebenfalls bei allen Tourstopps mit vor Ort: eine mobile Ausstellung in Form einer Zeitreise durch 6 Jahrzehnte Sicherheitsarbeit. Auf anschauliche Weise erfahren die Besucher, welche Maßnahmen dazu geführt haben, die Zahl der Verunglückten im Straßenverkehr nachhaltig zu senken, warum Sportprävention nicht nur für Profisportler ein Muss ist und was es zu berücksichtigen gilt, um sich sicher durch die Weiten der digitalen Welt zu bewegen.

Bildmaterial: https://www.apa-fotoservice.at/galerie/20279
Bildrechte: KFV/APA-Fotoservice/Pichler

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