So machen Sie es Skidieben schwer!

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Gelegenheit macht Diebe: Wer seine nagelneuen Skier ungesichert aus den Augen lässt, rollt Langfingern den roten Teppich aus. Einige wenige Vorsorgemaßnahmen bringen potenzielle Skidiebe ins Schwitzen.

Skifahren ist ein teures Hobby – der Luxus beginnt bereits beim Material. Hochqualitative Skier und Snowboards kosten einige hundert Euro, dieser hohe Wert macht sie auch als Diebesgut begehrt. Der beliebte stundenlange Einkehrschwung in der gemütlichen Skihütte, die Skier ungesichert draußen deponiert, ist der Klassiker der Skidiebstahlsszenarien. Zumindest in dieser Saison müssen sich Kriminelle wohl eher neue Jagdgründe suchen. Doch wo auch immer: Wer seine Skier liebt, sorgt vor und reduziert damit das Diebstahlsrisiko.

In Sekundenschnelle auf und davon
Langfinger haben in Skigebieten meist allzu leichtes Spiel: Die Bindungen moderner Skier können blitzschnell und buchstäblich im Handumdrehen ohne jedes Werkzeug auf eine andere Skischuhgröße umgestellt werden. Eine Sache von nur wenigen Sekunden: Dieb und Bretteln sind auf und davon.

Laut Statistik des Bundeskriminalamts stiegen die Skidiebstahlsfälle in Österreich von 4.228 im Jahr 2017 auf 4.297 im Jahr 2018 geringfügig an. Skier oder Snowboards werden vorwiegend auf Abstellplätzen in der Nähe von Liftanlagen und Skihütten gestohlen. Die teuren Sportgeräte sind meist ungesichert abgestellt und somit leichte Beute. Auch ungesicherte Auto-Dachboxen sind eine Einladung für kriminelle Energie.

Leichtfertiger Umgang mit teurer Ausrüstung
Das KFV nahm mittels einer Umfrage den Umgang der österreichischen Bevölkerung mit ihren heißgeliebten Brettern genauer unter die Lupe. Die Befragungsergebnisse zeigen: WintersportlerInnen gehen hierzulande sehr leichtfertig mit ihrer Ausrüstung um.

Die meisten Befragten (über 80 %) glauben eher nicht, dass ihre Sportgeräte gestohlen werden könnten. 94 % sichern ihre Skier und Snowboards nicht gegen Diebstahl, obwohl 6 % der Befragten bereits Opfer von Ski- oder Snowboarddiebstahl wurden.

Zwei Drittel aller Skidiebstähle ereignen sich vor Skihütten und Après-Ski-Lokalen. Sehr oft kommt es in diesen Bereichen aber auch zu Verwechslungen von Skiern, die meist innerhalb weniger Stunden geklärt werden können. Sind die Sportgeräte jedoch einmal weg, gibt es laut Polizei wenig Hoffnung: Die Aufklärungsquote ist leider gering.

Machen Sie es Skidieben schwer!
Mit einfachen Präventionsmaßnahmen können Sie das Verwechslungs- und Diebstahlsrisiko reduzieren:

  • Positionieren Sie Skier und Snowboards nach Möglichkeit so, dass Sie diese immer im Auge behalten können.
  • Stellen Sie Ihre Skier getrennt voneinander ab. Diebe nehmen sich meist nicht die Zeit, passende Ski-Paare zu suchen.
  • Nutzen Sie Sicherungsmöglichkeiten wie Mietkästen, Mietspinde, Ski-Boxen, Ski-Safes und Ski-Keller vor Hütten, bei Talstationen und in Hotels oder sichern Sie Ihr Sportgerät mit einem Ski-Schloss.
  • Notieren Sie sich individuelle Merkmale wie Seriennummer, Fabrikat, Farbe und Modell. Diese Daten helfen Ihnen im Falle eines Diebstahls bei der Anzeigenerstattung.
  • Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, verwahren Sie Ihre Skiausrüstung am besten in verschließbaren Dachboxen.

Im Falle eines Diebstahls:

  • Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei. Sie benötigen die Anzeigebestätigung für die Meldung an Ihre Versicherung.
  • Übermitteln Sie der Polizei die Hersteller- oder Seriennummer und die Rechnung der gestohlenen Ausrüstung.

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