Laut einer aktuellen Umfrage der Präventionsinstitution KFV verrichten rund 72 Prozent der Österreicher*innen Gartenarbeiten. Allerdings kommt es dabei zu zahlreichen Verletzungen, wie die KFV-Unfallstatistik zeigt: Die häufigsten Unfallarten sind Stürze, gefolgt von Schnitten und Stichen. Der Fachbereich Sport- und Freizeitsicherheit im KFV betont: Schon ein kurzer Sicherheitscheck vor Arbeitsbeginn kann helfen, das Unfallrisiko zu senken. Ebenso entscheidend ist konzentriertes Arbeiten vor allem am Nachmittag – denn allein in den zwei Stunden von 15:00 bis 17:00 Uhr ereignen sich 37 Prozent aller Gartenunfälle.
Wien, 2. April 2026. Mit dem frühlingshaften Wetter beginnt wieder die arbeitsintensive – und leider auch unfallträchtige Zeit im Garten: Allein von März bis Ende Oktober verunglückten vergangenes Jahr rund 18.600 Menschen bei Gartenunfällen so schwer, dass sie im Spital behandelt werden mussten. Besonders betroffen sind Menschen über 65 Jahre: sie machen rund 62 Prozent aller Verletzten aus. Die Bandbreite der Verletzungen bei der Gartenarbeit reicht von Knochenbrüchen (54%) über offene Wunden (24%) bis hin zu Sehnen- und Muskelverletzungen (7%). Am häufigsten betroffen sind unter den Körperteilen die Hände (31%), gefolgt von den Füßen (18%). Eine entsprechende Schutzausrüstung darf bei Gartenarbeiten daher nicht fehlen: Jedoch trägt laut KFV-Befragung nur rund ein Drittel der Befragten selten oder nie eine Schutzausrüstung.
Gedankliche Checkliste hilft, typische Unfallursachen zu vermeiden Viele Tätigkeiten wirken harmlos, doch gerade bei Routinearbeiten kommt es sehr häufig zu Verletzungen. Die häufigste Unfallart bei der Gartenarbeit sind mit rund 67 Prozent Stürze – etwa über herumliegendes Werkzeug, Gartenschläuche oder unebene Böden. Danach folgen mit rund 18 Prozent Schnitte und Stiche – etwa beim Zurückschneiden von Ästen oder Hecken. Dr. Johanna Trauner-Karner, Leiterin des Bereichs Sport- und Freizeitsicherheit im KFV betont: „Viele – vor allem einfache – Tätigkeiten im Garten erledigen wir im ‚Autopilot‘, doch dadurch nehmen wir einige Gefahren nicht bewusst wahr und treffen oft keine besonderen Schutzmaßnahmen. Wichtig ist daher, vor Arbeitsbeginn mindestens 60 Sekunden in Gefahrenkategorien zu denken und sich zu fragen: Gibt es Stolper- oder Sturzgefahren? Bestehen Risiken durch elektrische Energie, wackelige Leitern oder scharfe und rotierende Geräte? Oder gibt es Gesundheitsgefahren durch Staub und Partikel?“
Wer diese Checkliste vor jeder Tätigkeit kurz gedanklich durchgeht, erkennt Risiken deutlich besser. Doch laut KFV-Befragung nehmen sich rund 36 Prozent vor Arbeitsbeginn nicht einmal 60 Sekunden Zeit, um mögliche Gefahren zu identifizieren.
„Viele – vor allem einfache – Tätigkeiten im Garten erledigen wir im ‚Autopilot‘, doch dadurch nehmen wir einige Gefahren nicht bewusst wahr und treffen oft keine besonderen Schutzmaßnahmen.“
Knapp 30 Prozent berichten von riskanten Tätigkeiten Laut einer KFV-Umfrage verrichten rund 29 Prozent der Befragten auch Gartenarbeiten, die sie selbst als riskant einstufen. Professionelle Fachkräfte würde allerdings nur die Hälfte davon engagieren. Zu riskanten Tätigkeiten zählen beispielsweise das Arbeiten auf Leitern oder das Arbeiten mit motorisierten Geräten, wie etwa mit Motorsägen oder Motorsensen. Unfälle mit diesen riskanten Geräten passieren zwar seltener als andere Unfälle, sie sind allerdings auch meist besonders folgenschwer.
Viele Unfälle passieren am Nachmittag Wer nach einem anstrengenden Arbeitstag zu Hause noch Gartenarbeiten verrichtet, sollte besonders aufmerksam sein. Denn zwischen 15:00 und 17:00 Uhr ereignen sich rund 37 Prozent aller Gartenunfälle – und somit mehr als zu jeder anderen Tageszeit. Um diese Uhrzeit lässt bei vielen Menschen die Konzentration bereits nach und zugleich erreichen die Temperaturen oft ihren Höchststand. An sehr warmen Tagen wird der Körper dadurch zusätzlich belastet. Ausreichende Pausen und genügend Flüssigkeit sind daher besonders wichtig.
Sicherheitstipps für die Gartenarbeit:
Stolperfallen beseitigen: Achten Sie darauf, dass Werkzeuge, Äste oder Schläuche nicht im Arbeitsbereich herumliegen.
Leiter sicher aufstellen: Sorgen Sie für einen festen Untergrund, den richtigen Anstellwinkel und bitten Sie jemanden die Leiter zu halten.
Passende Schutzausrüstung: Handschuhe, festes Schuhwerk, Schutzbrille und Schnittschutzhose (je nach Tätigkeit) sind wichtig.
Geräte stromlos machen: Ziehen Sie den Netzstecker, bevor Sie Geräte warten oder reinigen.
Warnsignale des Körpers ernstnehmen: Achten Sie zudem auf genügend Pausen und Flüssigkeit.
Unterstützung holen: Lassen Sie sich bei schwereren Arbeiten im Garten helfen.
Erste-Hilfe-Set griffbereithalten: Damit Sie bei kleineren Verletzungen rasch reagieren können.
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