Mehr Sicherheit für Kinder – Helmpflicht auf E-Scootern als Antwort auf steigende Unfallzahlen

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BMIMI und KFV verweisen zum Tag der Kindersicherheit auf die neue Helmpflicht für E-Scootern und verstärken den Fokus auf Prävention, Mobilitätsbildung und sichere Verkehrswege.

Wien, am 10.06.2026. Zum Tag der Kindersicherheit am 10. Juni machen das Mobilitätsministerium und das Kuratorium für Verkehrssicherheit auf die steigende Zahl von Verkehrsunfällen mit Kindern aufmerksam. Im Jahr 2025 wurden mehr als 3.500 Kinder bei Straßenverkehrsunfällen verletzt, acht Kinder kamen ums Leben. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung sind E-Scooter-Unfälle. Laut Statistik Austria verunglückten 18 Prozent der betroffenen Kinder mit einem E-Scooter – ein ähnlich hoher Anteil wie bei Fahrradunfällen (22 Prozent). Besonders alarmierend: Während 59 Prozent der verunglückten Kinder auf dem Fahrrad zum Unfallzeitpunkt einen Helm trugen, lag dieser Anteil bei E-Scooter-Fahrerinnen und -Fahrern lediglich bei 18 Prozent.

Helmpflicht für mehr Sicherheit
Als Reaktion auf diese Entwicklung hat das Mobilitätsministerium mit 1. Mai die Helmpflicht für Jugendliche unter 16 Jahren auf E-Scootern eingeführt. Ziel der Maßnahme ist es, schwere Kopfverletzungen zu verhindern und die Sicherheit junger Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer nachhaltig zu erhöhen. E-Scooter müssen nun auch mit einer Klingel und Blinker auf der Lenkstange ausgestattet sein. Zusätzlich wurde gesetzlich verankert, dass nur noch eine Person auf einem E-Scooter fahren darf und das Mitnehmen von anderen Personen oder Transportieren von Gütern verboten ist.

Die Zahlen zeigen klaren Handlungsbedarf. Gerade bei E-Scootern sehen wir eine besorgniserregende Entwicklung und eine viel zu geringe Helmtragequote. Deshalb haben wir die Helmpflicht für unter 16-Jährige eingeführt. Dabei geht es um nichts Geringeres als die Sicherheit unserer Kinder. Jeder verhinderte Unfall und jede vermiedene schwere Verletzung sind ein Erfolg“, betont Mobilitätsminister Peter Hanke.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen
Kinder nehmen ihre Umgebung anders wahr als Erwachsene, können Gefahren oft noch nicht richtig einschätzen und reagieren spontaner auf Verkehrssituationen. Umso wichtiger sind sichere Rahmenbedingungen, gezielte Präventionsarbeit und die Förderung von Mobilitätskompetenz von klein auf. Wer Kindern ermöglicht, sich sicher und selbstständig im Straßenverkehr zu bewegen, schafft die Grundlage für verantwortungsvolle Mobilität im späteren Leben.

Kindsein in Österreich ist noch nicht sicher genug. Es gibt noch viel zu tun. Präventionsmaßnahmen und Bewusstseinsbildung müssen weiter gestärkt werden, denn jeder Unfall eines Kindes ist einer zu viel“, so KFV Direktor Mag. Christian Schimanofsky.

Das Mobilitätsministerium hat vergangenen Sommer gemeinsam mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit und dem beliebten Verkehrsmaskottchen Helmi eine Initiative für die Kindersicherheit im Straßenverkehr gestartet. Die Plattform verkehrssicherheit.gv.at informiert über alle Aktivitäten des Mobilitätsministeriums zur Verkehrssicherheit.  Mit der Aktion „Mein Schulweg“ wurden Kinder animiert, sich kreativ mit Straßensicherheit auseinanderzusetzen. Auch heuer ist eine Aktion geplant.