Vorarlberg: Das sind die kreativsten Bilder gegen Ablenkung im Straßenverkehr

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Es war für die Jury keine einfache Aufgabe, aus den vielen kreativen Werken die acht besten auszuwählen – denn es gab 108 Einreichungen. Doch nun stehen die Ergebnisse fest: Der erste Preis für das beste Bild zum Thema Ablenkung im Straßenverkehr geht an die 4a Klasse der Mittelschule Zwischenwasser. Den zweiten Preis holte sich eine angehende Zimmerin im 1. Lehrjahr aus der Landesberufsschule Dornbirn. Der dritte Platz geht an zwei Schülerinnen des Sacré Coeur Riedenburg in Bregenz. Vergeben wurden die Preise von der Bildungsdirektion Vorarlberg und dem KFV.

Dornbirn, 3. Juni 2026. Die Ausschreibung des Kreativwettbewerbs unter Vorarlbergs Jugendlichen hatte einen sehr ernsten Hintergrund: Pro Jahr werden in Vorarlberg im Schnitt rund 870 Personen durch Unachtsamkeit und Ablenkung im Straßenverkehr verletzt und vier Menschen getötet. Diese Unfälle passierten deshalb, weil entweder die Verunglückten selbst oder aber ihre Kollisionsgegner unaufmerksam bzw. abgelenkt waren. Die Bildungsdirektion Vorarlberg und das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) wollen daher bei der Bewusstseinsbildung bereits im Jugendalter ansetzen und hatten dazu aufgerufen, auf diese große Gefahrenquelle im Straßenverkehr in Form von Bildern (Gemälden, Collagen, Comics…) aufmerksam zu machen.

Landesstatthalter Ing. Christof Bitschi lobt das große Engagement: „Wir sind nicht nur überwältigt von der hohen Zahl an 108 Einreichungen, sondern auch von der enormen Kreativität der Jugendlichen. Unser Dank gilt aber auch den Lehrkräften in den Schulen für die Ermutigung der Jugendlichen, damit sie sich mit dem wichtigen Thema Ablenkung im Straßenverkehr in Form von Bildern auseinandersetzen“.  Die Jury am meisten überzeugt, hat eine Gruppenarbeit der 4a Klasse der Mittelschule Zwischenwasser (Bezirk Feldkirch). „100% Akku. 0% Aufmerksamkeit“ lautet der Titel der Arbeit. Versehen wurde diese mit dem Warnhinweis „Ein Like, ein Blick – nur ganz kurz hin, doch genau da liegt der Fehler drin“, um darauf hinzuweisen, dass durch die Beschäftigung mit dem Smartphone die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr leidet. Die zwölf dargestellten Situationen wurden mittels QR-Code zu selbsterstellten Videos verlinkt.

Landesstatthalter Ing. Christof Bitschi © KFV/APA Fotoservice/Alexandra Serra

Tatsächlich sehen laut einer KFV-Umfrage nur 29 Prozent der Jugendlichen das Lesen von Nachrichten am Handy während der Teilnahme am Straßenverkehr als gefährlich an. Mag. Martin Pfanner vom KFV ist daher über das große Engagement der Vorarlberger Jugend besonders erfreut: „Jedes der eingereichten und ausgezeichneten Projekte hat nicht nur dazu geführt, dass sich die beteiligten Jugendlichen selbst sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt haben. Ihre Werke erfüllen auch eine wichtige Multiplikator-Funktion, weil durch ihre Arbeiten andere Menschen landesweit auf die Gefahren von Ablenkung im Straßenverkehr aufmerksam gemacht werden.“

Mag. Martin Pfanner © KFV/APA Fotoservice/Alexandra Serra

Arbeiten werden zwei Wochen lang in Dornbirn ausgestellt
Darko Markovic, Leiter der Kommunikation beim ÖAMTC: „Die Verkehrssicherheit zu erhöhen, zählt zu den wichtigsten Aufgaben des ÖAMTC Vorarlberg. Ablenkung ist eine der häufigsten Unfallursachen auf Vorarlbergs Straßen. Umso wichtiger ist es, junge Menschen früh für die damit verbundenen Risiken zu sensibilisieren. Die hohe Qualität und Kreativität der eingereichten Arbeiten haben uns beeindruckt. Wir freuen uns daher sehr, Gastgeber der Preisverleihung und Ausstellung zu sein.“ Die Werke setzen ein starkes Zeichen für mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr und sind in den kommenden zwei Wochen auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Darko Markovic, Leiter der Kommunikation beim ÖAMTC © KFV/APA Fotoservice/Alexandra Serra

Preisverleihung im Beisein zahlreicher Ehrengäste
Auch die Zweitplatzierte, Melina Pickelmann, hat sich mit dem Thema Ablenkung durch elektronische Geräte im Straßenverkehr auseinandergesetzt: „Verpasse nichts! Dein Feed, dein Leben“ versus „Disziplin statt Ablenkung“, lauten die Botschaften der angehenden Zimmerin im 1. Lehrjahr aus der Landesberufsschule Dornbirn 1. Der 3. Platz geht an das Werk „Tobis Leben“ von Maria Lingenhel und Franziska Parhammer aus dem Sacré Coeur Riedenburg in Bregenz. Das gebastelte „Kartonkino“ wurde mit einem QR-Code zu einem selbst gedrehten Video verlinkt. Die weiteren Plätze gehen an Emely Franzelin (4.) mit dem Plakat „Ablenkung ist tödlich, sei kein Mörder“, Aurel Pohn (5.) mit dem Bild „Superheld“, Amelie Gröber (6.) mit der Collage „Ihr macht uns Angst“, Amariah Schwela (7.) mit „Der letzte Augenblick“ sowie Romi Hämmerle (8.) mit der Zeichnung „Keine Augen füreinander“.

Die Bildungsdirektion Vorarlberg und das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) bedankten sich im Rahmen der Vernissage unter Beisein zahlreicher Ehrengäste bei den Künstler*innen für die eingereichten Werke. Ebenso ein Dank erging an alle Beteiligten für die Unterstützung des Wettbewerbs, insbesondere an den ÖAMTC, der die Vernissage in seinen neuen Räumlichkeiten in Dornbirn ermöglicht hat.

Fotos von der Veranstaltung hier abrufbar

Abdruck honorarfrei © KFV/APA Fotoservice/Alexandra Serra