Der Radverkehr nimmt zu – ebenso die Vielfalt an Fahrradtypen. Gleichzeitig prägen größere Fahrzeuge und moderne Fahrerassistenzsysteme zunehmend das Verkehrsgeschehen. Eine aktuelle Studie des KFV zeigt, wie zuverlässig Totwinkelassistenzsysteme unterschiedliche Fahrräder erkennen und wo noch Verbesserungspotenzial besteht.
Im Rahmen eines Forschungsprojekts untersuchte das KFV die Erkennungsleistung von Totwinkelassistenten in verschiedenen Pkw-Typen. Getestet wurden Limousine, Kombi und SUV sowie vier unterschiedliche Fahrradtypen – vom Rennrad bis zum Lastenrad – in realitätsnahen statischen und dynamischen Fahrsituationen.
Die Ergebnisse zeigen: Grundsätzlich erkennen alle getesteten Systeme Fahrräder, dennoch gibt es deutliche Unterschiede. Kamerabasierte Systeme erkannten alle Fahrradtypen sehr verlässlich, warnten jedoch meist nur bei aktivem Blinker. Radarbasierten Systemen gelang die Erkennung ebenfalls, sie reagierten jedoch sensibler auf Geschwindigkeitsunterschiede. Besonders innerorts kann dies zu Einschränkungen führen.
Die Studie unterstreicht, dass Totwinkelassistenten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit von Radfahrenden leisten können. Gleichzeitig zeigt sie, dass technische Rahmenbedingungen wie Sensorik und Aktivierungskriterien entscheidend sind. Dennoch gilt es, die Systeme künftig noch wirksamer zu machen.






