KFV warnt: Diebstähle an Badestätten häufiger als man denkt

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Eine aktuelle KFV Studie zeigt: Jede sechste Person wurde im Laufe ihres Lebens bereits am Badeplatz bestohlen, jeder neunten Person wurden während eines Badeaufenthalts Wertgegenstände aus dem PKW entwendet. Das KFV appelliert an Badegäste, entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zur Diebstahlsprävention zu ergreifen und Wertgegenstände nicht im Fahrzeug zu deponieren bzw. am Badeplatz unbeaufsichtigt zu lassen.

Wien, 19. Juli 2022. Die derzeitige Hitzewelle sorgt für einen Ansturm auf öffentliche Frei- und Naturbäder. Das heiße Badewetter zieht jedoch nicht nur zahlreiche Badegäste ans Wasser. Wertgegenstände wie Smartphones, Portemonnaies und Co. locken auch Kriminelle zu beliebten Badestätten. Eine aktuelle, österreichweite Umfrage des KFV unter mehr als 1.000 Personen, welche regelmäßig eine Badestätte aufsuchen, zeigt: Bereits 17 Prozent der Befragten wurden im Laufe ihres Lebens während eines Badeaufenthalts Opfer eines Diebstahls, 11 Prozent wurden während eines Badeaufenthalts bereits einmal Gegenstände aus dem Auto gestohlen. Im Durchschnitt entstand dabei ein finanzieller Schaden in Höhe von 200 bzw. 340 Euro. Ein geplantes Ablenkungsmanöver oder ein kurzer Moment der Unachtsamkeit sind ausreichend, um Täter*innen die Chance zu geben, Wertgegenstände zu stehlen. KFV-Experte Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV warnt: „Die Zahl der Badediebstähle ist hoch. Wir raten dazu, beim Besuch von Frei- und Naturbädern nur unbedingt notwendige Wertgegenstände mitzunehmen. Ansonsten sollten diese immer beaufsichtigt oder in dafür vorgesehene Schließfächer gesperrt werden. Weder das Versteck unter dem Badetuch noch die Aufbewahrung im Auto bieten ausreichend Schutz für Wertgegenstände.“

Wertgegenstände am Badeplatz häufig unbeaufsichtigt
Smartphones (63 %), Geld (46 %) und Rucksäcke (43 %): mehr als 90 Prozent der Befragten nehmen am häufigsten mindestens einen dieser genannten Gegenstände mit an den Badeplatz. Kaum verwunderlich, dass Geld (32 %) und Smartphones (27 %), laut Befragung, somit auch am häufigsten gestohlen werden. Ein Diebstahlrisiko für die mitgeführten Objekte besteht jedoch meist erst dann, wenn Badende ihre Wertgegenstände nicht mehr im Blick haben: 62 Prozent der Befragten verstecken aus diesem Grund beim Verlassen des Platzes ihre Wertgegenstände, während weitere 32 Prozent andere Personen darum bitten, in ihrer Abwesenheit auf diese zu achten. Die Möglichkeit Wertgegenstände in absperrbaren Schließfächern zu hinterlegen, wird üblicherweise von 64 Prozent der Befragten genutzt. „Insgesamt zeigt sich, dass an Badeplätzen mit den eigenen Wertgegenständen eher sorglos umgegangen wird,“ so Kaltenegger. Dies bestätigt auch eine aktuelle KFV-Beobachtung, die im Zuge der Studie Juli 2022 durchgeführt wurde: „Auf 43 Prozent der beobachteten Liegeplätze waren Wertgegenstände sichtbar abgelegt, obwohl sich keine Personen am Platz befanden. Vor allem Rucksäcke, Handtaschen und Smartphones werden unbeaufsichtigt zurückgelassen.“

Deponieren der Wertgegenstände im Auto ist keine sichere Form der Aufbewahrung
Für viele Badende bildet das Auto eine adäquate Lösung zur Aufbewahrung wertvoller Gegenstände. Der KFV-Umfrage zufolge hinterlassen 29 Prozent der Befragten üblicherweise Wertgegenstände im Fahrzeug. „Das Deponieren der Wertgegenstände im Auto ist zwar eine beliebte, jedoch keine sichere Form der Aufbewahrung von Wertgegenständen. Zurückgelassene Wertgegenstände erhöhen die Einbruchswahrscheinlichkeit und schlussendlich auch die mögliche Schadenshöhe,“ erklärt Kaltenegger. Die KFV-Befragung zeigt, dass Smartphones (31 %), Tablets (22 %) und Laptops (16 %) die Top 3 gestohlener Wertgegenstände aus Fahrzeugen bilden. Die für die vorliegende Studie durchgeführte Beobachtung ergab, dass in rund 14 Prozent der Fahrzeuge Wertgegenstände sichtbar deponiert wurden. Am häufigsten handelte es sich hierbei um Sonnenbrillen, Rucksäcke bzw. Handtaschen und Einkäufe.

Anzeigeerstattung erfolgt häufiger bei Diebstählen aus dem Fahrzeug als am Badeplatz
Im Falle eines Diebstahls ist jedenfalls Anzeige zu erstatten. Auffallend ist, dass Diebstähle am Badeplatz weniger häufig angezeigt werden als Diebstähle aus dem Fahrzeug. Dabei liegt die Aufklärungsquote bei Diebstählen aus einem Fahrzeug bei 45 Prozent, jene bei Badediebstählen bei 28 Prozent.

Um Diebstähle so gut es geht verhindern zu können, hat das KFV folgende Tipps für den Umgang mit Wertgegenständen in Freibädern & Badeseen parat:

  • Vermeiden Sie Wertgegenstände am Badeplatz! Vermeiden Sie hohe Geldsummen, genauso wie teure Kleidung, Schuhe oder das Smartphone am Badeplatz. Nehmen Sie nur tatsächlich benötigte Gegenstände an den Badeplatz mit.
  • Nie unbeaufsichtigt! Lassen Sie Wertgegenstände nie unbeaufsichtigt am Badeplatz.
  • Sicherer Aufbewahrungsort! Hinterlassen Sie keine sichtbaren Wertgegenstände im Fahrzeug oder am Badeplatz. Nutzen Sie, wenn möglich, Schließfächer zur Aufbewahrung. Die Liegedecke oder das Handtuch sind kein gutes Versteck!

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