Laut einer Befragung des Fachbereichs Eigentumsschutz im KFV wurde im letzten Jahr in neun Prozent der Haushalte in Österreich eingebrochen bzw. es wurden Einbruchsversuche unternommen. In 41 Prozent dieser Fälle waren die Keller bzw. Garagen betroffen, in elf Prozent Kellerabteile und in 40 Prozent Wohnhäuser. Doch warum sind Keller bzw. Kellerabteile unter Einbrechern so beliebt und wie kann man sich vor Einbruch schützen?
Wien, 07. Oktober 2026. Die Zeit der Dämmerungseinbrüche naht. Wenn trotz früher einsetzender Dämmerung kein Licht in den Wohnräumen brennt, könnte das Einbrecher anlocken. Daher sollte ständig der Anschein erweckt werden, dass jemand zu Hause ist, appelliert der Fachbereich Eigentumsschutz im KFV. Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Fachbereichs Eigentumsschutz im KFV erklärt dazu: „Wie wir aus Täterbefragungen wissen, gibt es sogar Einbrecher, die überhaupt nicht in Wohnräume einbrechen, weil sie keinesfalls Menschen antreffen wollen und jede Konfrontation vermeiden. Manche Täter richten ihr Vorgehen daher auch bewusst auf weniger gesicherte und in Wohnhausanlagen gemeinschaftlich genutzte Kellerräumlichkeiten aus, weil dort das Entdeckungsrisiko im Vergleich zu Wohnräumen deutlich geringer ist.“
Bei Kellern steigen die Einbrüche, bei Wohnräumen sinken sie
Laut einer KFV-Befragung gab es in den letzten zwölf Monaten in neun Prozent der österreichischen Haushalte einen Einbruch bzw. Einbruchsversuch. Davon entfielen 41 Prozent auf Keller bzw. Garagen und elf Prozent auf Kellerabteile in Mehrparteienhäusern. Wohnräume waren in 40 Prozent der Fälle betroffen (Mehrfachantworten waren möglich). Ein ähnliches Bild zeigt sich in der polizeilichen Kriminalstatistik – in der nur die angezeigten Fälle aufscheinen: Die Einbrüche in Wohnräumen (inklusive den angezeigten Einbruchsversuchen) sind im Vorjahr um rund zwei Prozent auf 6.828 Fälle gesunken, während es bei Keller-Einbrüchen (inkl. Einbruchsversuchen) wieder ein Plus von acht Prozent auf 10.139 Fälle gab. Bei Kellern zeigt also nicht nur der Trend nach oben, es wird auch bereits häufiger eingebrochen als in Wohnräumen. Vor zehn Jahren war es noch umgekehrt.
„Manche Täter richten ihr Vorgehen bewusst auf Kellerräumlichkeiten aus, weil dort das Entdeckungsrisiko im Vergleich zu Wohnräumen deutlich geringer ist“
Auffällig ist auch, dass der Anteil der versuchten Einbrüche in Kellern von 2016 bis 2025 laut Anzeigenstatistik gestiegen ist, während es bei den vollendeten Kellereinbrüchen einen Rückgang gab. Dies kann laut Einschätzung von Dr. Kaltenegger an verschiedenen Faktoren liegen: „Es könnte die Bereitschaft gestiegen sein auch versuchte Einbrüche anzuzeigen oder es könnten bessere Sicherungsmaßnahmen ergriffen worden sein. Beispielsweise könnte der Einbruch bei mehreren nebeneinander befindlichen Kellerabteilen zwar versucht, aber nur bei den schlecht gesicherten davon in aller Eile gelungen sein.“ Der Experte appelliert daher: „Bitte lagern Sie in Ihrem Keller keine wertvollen Gegenstände, verwenden Sie statt kleinen Vorhängeschlössern in Kellerabteilen lieber hochwertige Sicherheitsschlösser und machen Sie Ihr Kellerabteil blickdicht, damit niemand sieht, was darin gelagert wird. Zudem sollte man immer auch Einbruchsversuche anzeigen und nicht nur vollendete Einbrüche, weil das für die Ermittlungen bzw. die Erkennung von Tatserien sehr nützlich sein kann.“
Prävention gegen Kellereinbrüche ist auch deshalb so wichtig, weil die Aufklärungsquote deutlich geringer ist als bei anderen Delikten. Einbrüche in Kellern passieren nämlich oft unbeobachtet und bleiben daher lange unbemerkt. Dadurch verstreicht wertvolle Zeit für die nachfolgenden Ermittlungsmaßnahmen. Sind die Wertsachen einmal weg, sind die Chancen bei Kellereinbrüchen eher gering, dass man diese jemals wiedersieht.
KFV-Präventionstipps: So wird Ihr Keller für Einbrecher so unattraktiv wie möglich
Wertvolle Sachen nicht im Keller lagern: Fahrräder, E-Bikes, E-Scooter und Werkzeug sind bei Kellereinbrüchen eine besonders begehrte Beute. Teure Fahrräder und andere Gegenstände daher nach Möglichkeit woanders verwahren.
Kellerabteile sind keine Schaufenster: Von außen sollte nicht erkennbar sein, was im Kellerabteil gelagert wird – machen Sie das Abteil daher möglichst blickdicht.
Zugänge konsequent versperren: Keller-, Haus- und Verbindungstüren sowie Kellerfenster geschlossen und versperrt halten. In Mehrparteienhäusern darauf achten, dass auch allgemein zugängliche Kellertüren verschlossen und doppelt zugesperrt werden.
Fahrräder im Keller zusätzlich sichern: Fahrräder und E-Bikes mit einem hochwertigen Schloss an einem fest verankerten Gegenstand befestigen. GPS-Tracker können die Chance erhöhen, ein gestohlenes Fahrzeug wiederzufinden.
Dunkle Zugänge ausleuchten: Bewegungsmelder können potenzielle Täter die heimliche Annäherung erschweren.
Kameras als Ergänzung nutzen: Alarm- und Videoanlagen können die Prävention ergänzen, aber keine stabilen Türen und hochwertigen Schlösser ersetzen.
Bei Abwesenheit sollte ein Haus bewohnt wirken: Bitten Sie bei längerer Abwesenheit jemanden nach dem Rechten zu sehen (Briefkasten leeren …) und installieren Sie zeitgesteuerte Lichter, die Anwesenheit simulieren. Ein bewohnt wirkendes Haus, schreckt nämlich auch vor Einbrüchen in Garagen, Nebengebäuden und Kellern ab.
Regelmäßige Kontrollgänge: Kellerabteile, Fahrradabstellräume und andere gemeinschaftlich genutzte Räume sollten regelmäßig kontrolliert werden, damit ein Einbruch möglichst rasch bemerkt wird.
Eigentum dokumentieren: Ein Eigentumsverzeichnis kann nach einem Diebstahl die Fahndung erleichtern und ist auch bei der Meldung an die Versicherung sehr nützlich. Notieren Sie daher beispielsweise Seriennummern, fotografieren Sie Wertgegenstände und bewahren Sie Kaufbelege auf.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.