Österreichischer Verkehrssicherheitspreis „Aquila 2021“ – das sind die Gewinner

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Wien - Aquila 2021 - Der österreichische Verkehrssicherheitspreis

Das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) und der Österreichische Gemeindebund ehrten erneut engagierte Projekte, die einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Verkehrssicherheit auf Österreichs Straßen leisten. Zu den diesjährigen Preisträgern zählen die Stadtgemeinde Eisenstadt, die Wiener Linien, Sicheres Vorarlberg sowie die Volksschule Kirschlag i.d.B.W., der Kindergarten Großpetersdorf und die HTBLA Braunau am Inn. Mit dem Medienpreis 2021 wird die ORF Thema-Redaktion, vertreten durch Mag. Andrea Puschl-Schliefnig und Martin Steiner, ausgezeichnet, den Sonderpreis für Zivilcourage erhält Sabine Koch-Peterbauer.

Wien, 25. Juni 2021. Mit dem Verkehrssicherheitspreis „Aquila“ zeichnet das KFV gemeinsam mit dem Österreichischen Gemeindebund herausragendes Verkehrssicherheits-Engagement aus. Auch im heurigen Jahr stand die interdisziplinäre Fachjury vor der schwierigen Aufgabe, unter einer Vielzahl an hervorragenden Initiativen und Projekten die Sieger zu küren. Ihnen wurde am 24. Juni 2021 in Form einer Online-Veranstaltung die Trophäe für den Österreichischen Verkehrssicherheitspreis „Aquila“ verliehen. „Zahlreiche Einreichungen landeten auf dem Tisch der Jury und in manchen Kategorien war es schwer, nur ein einziges Siegerprojekt zu küren“, erklärt Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV. „Menschen werden durch die Geschichten aus dem Umfeld berührt, in das sie eingebettet sind. Deshalb brauchen wir in der Präventionsarbeit die Stimmen der Betroffenen, die erzieherische Leidenschaft der Pädagoginnen und Pädagogen, die visionären Konzepte von Städten, Gemeinden und Unternehmen und die einfachen, aber bestechend wirksamen Ideen von Vereinen.“

2 Gewinner in der Kategorie Kindergärten & Volksschulen
Die Volksschule Kirchschlag i.d.B.W. begeisterte mit ihrem Chor-Projekt „Rot oder Grün”. Mit der Melodie des bekannten Liedes „Cordola Grün“ wurde kurzum das Lied „Rot oder Grün“. Ziel war es, den Kindern durch eine bekannte Melodie Grundregeln der Verkehrssicherheit näherzubringen. Durch das Auswendiglernen und den wiederholten Vortrag des Liedes prägten sich den singenden Kindern die Aussagen des Liedes ein.

Nachdem aber auch ein Projekt des Kindergarten Großpetersdorf gleichermaßen überzeugte, erhielt auch diese den 1. Platz beim Aquila 2021. Bei dem Projekt „Fußgängerausweis für Kindergartenkinder im letzten Kindergartenjahr“ gingen Volksschulkinder gemeinsam mit zwei Polizisten los, um das richtige Verhalten im Straßenverkehr – das zuvor in der Theorie erlernt wurde – anzuwenden. Anschließend erfolgte eine kleine Wissensabfrage. Nach bestandener „Prüfung“ bekamen die Kinder einen „Fußgängerausweis“ im Scheckkartenformat.

HTBLA Braunau gewinnt Kategorie „Neue Mittelschulen & Höhere Schulen“
Die HTBLA Braunau verfolgt mit ihrem Projekt „KIVE“ ein Ziel: Künstliche Intelligenz soll zur Verkehrszeichenerkennung genutzt werden. In Form einer Smartphone-App sollen sich sehbehinderte Fußgänger sicher und stressfreier im Straßenverkehr bewegen können. Sie hilft sehbeeinträchtigten Personen, Gefahrenstellen rechtzeitig zu erkennen und richtig einzuschätzen. Damit werden Unfallgefahren verringert bzw. aufgehoben und die Mobilitätssicherheit und -freude gefördert.

Stadtgemeinde Eisenstadt gewinnt Kategorie „Städte und Gemeinden“
Ausweitung der 30km/h Zonen, Begegnungszonen unter anderem vor den Kindergärten und eine 20km/h Zone – In Eisenstadt wurden umfassende Maßnahmen für die weitere Erhöhung der Verkehrssicherheit gesetzt. Das durchdachte und breit angelegte Konzept der Stadt Eisenstadt überzeugte die Jury – und wurde mit dem 1. Platz in der Kategorie „Städte und Gemeinden“ belohnt.

Wiener Linien gewinnen Kategorie „Unternehmen“
Die Wiener Linien konnten mit ihrem Projekt rund um den „Sicherheits-Präventionsbus“ überzeugen. In 3 Stationen erwerben Schüler wertvolles Know-How rund um das sichere Verhalten im Straßenverkehr – dabei gibt es auch die Möglichkeit mit einem Straßenbahnfahrsimulator auf der Originalstrecke der Wiener Straßenbahnlinie 1 zu fahren.

Sicheres Vorarlberg gewinnt in der Kategorie „Vereine und sonstige Institutionen“
Um die Wichtigkeit von Reflektoren gerade Volksschulkindern nahezubringen, wurde im Rahmen des Programmes „Sehen und gesehen werden“ vom Verein Sicheres Vorarlberg der „Reflektorchampion“ entwickelt. Interessierte Schulen erhalten dabei ein Plakat mit Mitmach-Anleitung. Auf diesem Plakat muss jeweils eine Klasse 220 Sticker sammeln, ehe es zum Reflektorchampion gekürt werden kann. Das Projekt erstreckt sich über 2 bis 3 Wochen, in denen jeder Schüler, welcher mit einem reflektierenden Material ausgestattet zur Schule kommt, einen Sticker auf das Plakat kleben darf. Wird ein Foto des fertigen Plakats bei Sicheres Vorarlberg eingeschickt, bekommt jedes Kind als Dankeschön fürs Mitmachen eine Medaille und die Klasse kommt in den Lostopf für den Hauptgewinn.

ORF-Thema Redaktion mit Medienpreis ausgezeichnet
Der Medienpreis geht heuer an die ORF Thema-Redaktion. Unter der Leitung von Andrea Puschl-Schliefnig werden gesellschaftlich relevante Fragen und Ereignisse nicht nur einmalig beleuchtet: Redakteur Martin Steiner hat unter anderem die Hintergründe zum Thema Raserei tiefgehend recherchiert und die damit verbundenen politischen und juristischen Entwicklungen über einen längeren Zeitraum verfolgt. Er hat sich dabei nicht mit Zahlen und knackigen Schlagzeilen begnügt, sondern hat sich in seiner Recherche auch dem schwierigen Teil ausgesetzt: nämlich dem Schmerz von betroffenen Personen.

Sonderpreis für Zivilcourage geht an Sabine Koch-Peterbauer
Ein tragischer Unfall führte dazu, dass Sabine Koch-Peterbauer im Vorjahr ihre 27 Jahre alte Tochter Katrin verlor. Katrin verstarb als ein junger Autolenker trotz Verbot, Sperrlinie und Tempolimit einen Sattelschlepper überholt hat. Seither setzt sich Sabine Koch-Peterbauer mit dem größtmöglichen Engagement und unendlicher Kraft für die Verhinderung von Unfällen im Zusammenhang mit Rasern ein – mit dem Ziel, dass so wenige Eltern wie möglich wegen sinnloser Raserei dasselbe durchmachen müssen wie sie. Mit dem Aquila möchten das KFV und der Österreichische Gemeindebund Sabine Koch-Peterbauer für ein Engagement danken, das seinesgleichen sucht.

KFV übergibt goldene Ehrennadel an 3 Polizisten
Die Polizei ist rund um die Uhr im Einsatz und das bei sehr oft starkem Gegenwind. Sie engagieren sich dabei auch stark in der Präventionsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Ohne dieses Engagement könnte das KFV viele Aktionen und Maßnahmen gar nicht durchführen. 2021 treten drei oberste Verkehrspolizisten in den Ruhestand, die sich über Jahre hinweg mit vollem Einsatz für die Sicherheit eingesetzt haben. Aus diesem Grund dankte das KFV Brigadier Ferdinand Zuser, Oberst Markus Widmann und Oberst Josef Binder für ihr großes Engagement über mehrere Jahrzehnte hinweg.

Über den Österreichischen Verkehrssicherheitspreis
In regelmäßigem Abstand prämieren das KFV und der Österreichische Gemeindebund engagierte Verkehrssicherheitsprojekte von Unternehmen, Kindergärten, Schulen, Städten und Gemeinden. Ziel des „Aquila“ ist es, all jene auszuzeichnen, die durch außergewöhnliches Engagement und Kreativität einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Verkehrssicherheit auf Österreichs Straßen leisten.

Bildmaterial:
Pressefotos stehen Ihnen unter dem folgenden Link zum Download zur Verfügung: https://www.apa-fotoservice.at/galerie/25083
Abdruck honorarfrei. Bildnachweis: © KFV/APA-Fotoservice/Schedl

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Pressestelle KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit)
Tel.: 05-77077-1919 I E-Mail: pr@kfv.at I www.kfv.at