Erfolgsmodell: 20 Jahre L17

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Am 1. März 2019 jährt sich die Geburtsstunde von L17 in Österreich zum 20. Mal. Und seit dem Startschuss im Jahr 1999 boomt der intensive Weg zum Führerschein: Rund jeder dritte B-Führerscheinanwärter wählt heute L17, auf dem Land ist diese frühe Möglichkeit der Mobilität auf vier Rädern noch populärer als in der Stadt.

Der sichere Weg ist das Ziel
Das gemeinsame Ziel heißt Sicherheit – und die Zauberformel L17. Zugegeben: Gemeinsame Erfahrungen auf dem Weg zum Führerschein sind manchmal Stress und Nervenkitzel. Dann wiederum Freude und Stolz. Werden aber, auf den ersten Fahrten in die neue Mobilität verkehrsberuhigte Zonen und Zeiten gewählt – Profi-Testgelände bieten ideale Bedingungen an, und am Sonntagvormittag ist auf der Autobahn nicht wirklich die Hölle los – und bewahren Schüler und Begleiter während der Fahrten die Fassung, gibt es für die neue Generation am Steuer nichts Besseres: L17 – eine sorgsam begleitete Ausbildung, die sie so sicher wie möglich zum Führerschein und durchs weitere mobile Leben führt.

Mit Geduld und Gefühl
Tausende blaue quadratische Tafeln mit weißem „L17“-Schriftzug strahlen heute an Österreichs Front- und Heckscheiben. Tausende Mamas und Papas nehmen als couragierte Co-Piloten Platz. Tausende Logbücher werden gewissenhaft und konsequent um neue Routen erweitert. Es wird beobachtet und beraten, gelobt und gemahnt. Es wird auto-mobil gemeinsame Sache gemacht und die Zahlen der Statistik zeigen: Die Unfälle der B-Führerscheinneulinge gehen stetig zurück: Waren 2012 noch 12% der an Unfällen Beteiligten B-Führerscheinneulinge , so sind es 2017 „nur“ noch 9%. Fazit: Mut und Mühe lohnen sich.

3.000 Kilometer Er-fahrung
Ja, es lohnt sich also, aus Überzeugung cool wie die Queen und smart wie James Bond zu bleiben – und mit dem flügge werdenden Sprössling 3.000 gemeinsame Kilometer zu er-fahren. In der Stadt und auf dem Land. Bei Tag und bei Nacht. Bei Schneesturm und Sommerregen. Weil es ein gutes Gefühl ist, den Kids den eigenen mobilen Erfahrungsschatz mehrerer Jahre oder gar Jahrzehnte mit auf den Weg zu geben. In diesem Sinne: Keep calm and drive safely. Happy Birthday, L17!

L17 – Schritt für Schritt zum Schein!
Hier für Sie die wichtigsten Stationen auf dem Weg zum vorgezogenen Führerschein der Klasse B. 

Voraussetzungen:

  • Schüler: Mindestalter von 15½ Jahren, gesundheitliche Eignung für das Lenken von Kfz, bis zur praktischen Prüfung abgeschlossener Erste-Hilfe-Kurs
  • Begleiter (maximal zwei Begleitpersonen: Eltern oder andere Personen mit Naheverhältnis zum Führerscheinwerber): mindestens sieben Jahre Besitz des B-Führerscheins, Fahrpraxis in der beantragten Klasse während der letzten drei Jahre, keine schwereren Verkehrsübertretungen
  • We are Family: Sie müssen nicht unbedingt Mutter oder Vater des L17-Kandidaten sein, um Begleitperson zu sein. Auch andere Vertreter aus dem Kreis der Family & Friends kommen in Frage. Hauptsache, Fahrerfahrung und Feingefühl passen. Und Ihr Nervenkostüm sowieso. Die Begleitung muss jedenfalls unentgeltlich und mit Einwilligung der Erziehungsberechtigten erfolgen.
  • Grundausbildung: Die Grundausbildung besteht aus 32 Theorie-Lektionen in der Fahrschule und 12 Praxis-Einheiten mit dem Fahrlehrer im Fahrschulauto. Darüber hinaus ist eine gemeinsame theoretische Einweisung von Kandidaten und Begleitern in der Fahrschule Pflicht. Mit den behördlichen Papieren im Gepäck kann’s schließlich losgehen.
  • Ausbildungsfahrten: Begleiter und Bewerber führen innerhalb der Grenzen Österreichs Ausbildungsfahrten über 3.000 Kilometer durch. Jede Tour wird im Fahrtenprotokoll präzise registriert. Der Bewerber kann mit verschiedenen Fahrzeugen fahren, diese müssen nur entsprechend gekennzeichnet sein. Die behördliche Bewilligung und beide Lichtbildausweise müssen dabei immer mit an Bord sein.
    Für Bewerber und Begleiter gilt die 0,1-Promille-Grenze. Außerdem besteht im Fahrzeug Rauchverbot.
  • Begleitende Schulung: Nach den ersten 1.000 Kilometern nimmt der Fahrlehrer für eine Fahrt im Privat-Pkw hinter Schüler & Begleitung Platz, danach gibt’s konstruktiv-kritisches fachliches Feedback. Detto nach 2.000 Kilometern im Fahrtenbuch. Nach insgesamt 3.000 Kilometern absolviert der Bewerber im Fahrschulauto eine praktische Perfektionsschulung inklusive Autobahnfahrt unter den Argusaugen des Fahrlehrers – der Begleiter kann daran teilnehmen.
  • Theoretische Prüfung: Sind Theoriekurs und medizinischer Check absolviert, gibt es grünes Licht für die Theorieprüfung am Computer. Nach bestandener Theorieprüfung muss der Kandidat innerhalb von 18 Monaten die praktische Prüfung ablegen. Achtung: Ist diese Frist verstrichen, muss die Theorieprüfung wiederholt werden.
  • Praktische Prüfung: Die Fahrprüfung kann frühestens mit Vollendung des 17. Lebensjahrs abgelegt werden. Die Prüfungsfahrt erfolgt entweder im privaten Pkw mit dem L17-Begleiter als Beifahrer oder im Fahrschulauto in Begleitung eines Fahrlehrers. Der Prüfer sitzt dabei stets auf der Rückbank.
  • Mehrphasen-Training: In einer zweiten Ausbildungsphase wird die mobile Kompetenz nochmals näher beleuchtet. Drei bis neun Monate nach Erhalt des Führerscheins ist ein eintägiges Fahrsicherheitstraining samt verkehrspsychologischem Gruppengespräch anberaumt. Sechs bis zwölf Monate nach Führerscheinerwerb steht noch eine Perfektionsfahrt mit dem Fahrlehrer auf dem Programm.
  • Thema Probezeit: Im Jahr 2017 wurde die Probezeit für L17-Fahranfänger auf drei Jahre erweitert, also bis zum 21. Geburtstag angehoben. Denn: Sicher ist sicher.