Brandgefährlich: Jährlich verunglücken rund 30 Personen bei Wohnungsbränden tödlich

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Rund um die Adventzeit kommt es besonders häufig zu verhängnisvollen Wohnungsbränden. Das zeigte sich auch in den vergangenen Tagen, an denen sich gleich mehrere folgenschwere Wohnungsbrände ereigneten. Eine der häufigsten Brandursachen sind, neben elektrischer Energie, Brände aufgrund von offenem Licht und Feuer.

01. Dezember 2021. Kerzen, Adventkränze, Christbäume – rund um die Weihnachtszeit wird in Österreichs Haushalten besonders viel offenes Licht und Feuer genutzt. Damit erhöht sich allerdings auch die Zahl der möglichen Gefahrenquellen im eigenen Haushalt: Rund die Hälfte aller durch Kerzen ausgelösten Brände entstehen in den Wochen rund um Weihnachten. „Jahr für Jahr kommt es – besonders rund um die Adventzeit – zu folgenschweren Bränden im Haushalt, die in vielen Fällen durch erhöhte Achtsamkeit zu verhindern gewesen wären“, so Dr. Louis Norman-Audenhove, Generalsekretär des österreichischen Versicherungsverbandes VVO. „Kerzen dürfen niemals unbeaufsichtigt brennen. Bei Verlassen des Raumes sind diese unbedingt zu löschen.“

50 Prozent aller Brandereignisse betreffen private Haushalte

Jährlich verunglücken österreichweit rund 30 Personen im Rahmen von Bränden im Haushalt tödlich. Die häufigsten Brandursachen sind dabei, neben der elektrischen Energie, offenes Licht und Feuer. „50 Prozent aller Brandereignisse betreffen private Haushalte. Dies zeigt deutlich, wie schnell es im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich werden kann. Daher appellieren wir an alle Menschen, gerade jetzt, wenn viel mit offenem Licht und Feuer hantiert wird, vorsichtig und achtsam vorzugehen und Sicherheitsvorkehrungen für den Ernstfall zu treffen“, so Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV. „Dringend zu empfehlen ist die Installation von Rauchwarnmeldern. Diese kosten nur wenige Euro und werden im Ernstfall aber schnell zum Lebensretter.“

Wenn es ernst wird

Für den Ernstfall sind viele Haushalte nicht vorbereitet, obwohl es bei jedem Sechsten in der Vergangenheit bereits gebrannt hat: Jeder Sechste ist bei der Notrufnummer der Feuerwehr (122) nicht sattelfest. Und: nur in etwa jedem zweiten Haushalt befinden sich gewartete Feuerlöscher. Rauchwarnmelder sind nur in rund 45 Prozent der Haushalte zu finden. „Ein Brand, sei es von Adventkränzen, Kerzen oder Christbäumen, kommt immer unerwartet, und dann muss es schnell gehen. Deshalb ist gute Vorbereitung unerlässlich – Feuerlöscher, Branddecken und Co. sind immer griffbereit zu halten“, schließt der VVO.

Einfache Tipps zur Reduktion des Brandrisikos: 

  • Kerzen auf Adventkränzen, Christbäumen usw. nie unbeaufsichtigt brennen lassen und immer in einem Abstand von mindestens 50 Zentimetern zu Vorhängen oder anderen brennbaren Materialien aufstellen.
  • Rauchwarnmelder sollten in mehreren Räumen angebracht werden – vor allem auch im Kinderzimmer.
  • Ein funktionstüchtiger Feuerlöscher gehört in jeden Haushalt – und sollte so aufbewahrt werden, dass er jederzeit gut zu erreichen ist.
  • Kinder nie unbeaufsichtigt in der Nähe von brennenden Kerzen lassen. Streichhölzer oder Feuerzeuge für Kinder unerreichbar aufbewahren.
  • Einen Feuerlöscher oder einen Kübel Wasser bzw. eine Löschdeckebeim Anzünden der Christbaum‐Kerzen immer in Griffweite stellen, damit im Ernstfall keine Zeit verloren geht. Beim Löschen nicht zögern.