Motorsäge & Co: Sicher bei der Waldarbeit

289

Jährlich ereignen sich bei privaten Waldarbeiten rund 1.500 Unfälle, die im Krankenhaus behandelt werden müssen.

Top Tipp von Prof. Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Jirikowski, Dienststellenleiter der BFW-Forstliche Ausbildungsstätte Ort: „Durch eine fachgerechte Vorbereitung und gute Schutzausrüstung kann das Unfallrisiko deutlich verringert werden. Moderne Schutzausrüstung, gutes Werkzeug sowie eine individuelle Schulung durch erfahrenes Fachpersonal sind zentrale Voraussetzungen für eine sichere und effiziente Waldarbeit. Hinsichtlich der Schutzausrüstung sollten sich Privatpersonen an den von professionellen Wald- und Holzarbeitern verwendeten Produkten orientieren.“

Vor allem beim Tragen von Arbeitshandschuhen und Helmen besteht Nachholbedarf – Prof. Jirikowski

Die häufigsten Verletzungen beim privaten Waldarbeiten sind Frakturen (ca. 50 Prozent). Die am häufigsten verletzten Körperteile sind Finger, Fußgelenk/Knöchel und Unterschenkel.

Eine Schutzausrüstung wird zwar auch im Rahmen von privaten Wald- und Holzarbeiten großteils getragen, allgemeiner Standard ist sie jedoch nicht. Vor allem beim Tragen von Arbeitshandschuhen und Helmen besteht Nachholbedarf: Etwa 4 von 5 Personen verzichten beim privaten Waldarbeiten immer noch auf das Tragen eines Schutzhelmes.

Die Schnittschutzhose schützt vor schweren Verletzungen mit der Motorsäge. Bei Kontakt mit der laufenden Sägekette werden größere Bündel der in der Hose eingearbeiteten langen Kunststofffasern herausgezogen, wickeln sich um das Antriebsrad der Kettensäge und blockieren dieses so in Bruchteilen von Sekunden. Foto: Unit11/JTrauner
Waldarbeit nur mit vollständiger Schutzausrüstung: Forsthelm, Wetterschutzjacke, Schnittschutzhose, Sicherheitsstiefel, Gehörschutz und Handschuhe. Foto: Unit11/JTrauner