Herzlichen Glückwünsch!

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Österreich hat in der zweiten Hälfte 2018 die EU-Ratspräsidentschaft übernommen – ein zentrales Thema war dabei die Verkehrssicherheit in der Europäischen Union. Für das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie war es – so wie in den letzten 60 Jahren – selbstverständlich, dass das Kuratorium für Verkehrssicherheit seine Expertise in die Diskussionen einbringt. Denn seit seiner Gründung war das KFV immer auch eine wichtige Verbindung zu internationalen Partnern. Aus diesem fachlichen Austausch sind in den letzten Jahrzehnten viele wertvolle Maßnahmen hervorgegangen, die in Österreich umgesetzt wurden und dazu beigetragen haben, dass die Zahl der Toten im Straßenverkehr beinahe jedes Jahr nach unten revidiert werden konnte. Zu diesen wirksamen Maßnahmen gehört unter anderem das systematische Vorgehen in der Präventionsarbeit anhand von Verkehrssicherheitsprogrammen.

Neben dem informellen EU-Verkehrsministerrat in Graz hat das BMVIT 2018 daher gemeinsam mit dem KFV und dem Europäischen Verkehrssicherheitsrat (ETSC) auch zu einer hochrangigen Konferenz in Wien eingeladen, um die Schwerpunkte für die nationalen Verkehrssicherheitsprogramme 2020+ zu diskutieren. Diese neuen Programme entstehen an einer spannenden Schnittstelle: Nach wie vor müssen wir uns mit „altbekannten“ Problemen wie nicht angepasster Geschwindigkeit, Ablenkung und Alkohol bzw. Drogen am Steuer auseinandersetzen. Mit dem automatisierten Fahren wird aber gleichzeitig ein neues Aufgabenfeld für die Präventionsarbeit deutlich. Automatisierte Mobilität bringt die Möglichkeit, den Straßenverkehr noch sicherer und ökologischer zu
machen. Das BMVIT unterstützt mit dem „Aktionspaket Mobilität“ die Forschung und Pilotprojekte in Österreich rund um die automatisierte Mobilität, und auch das KFV ist in einige dieser Projekte involviert. Denn bei allen Vorteilen lässt sich heute noch nicht abschätzen, welche Fragen die zunehmende Automatisierung und Digitalisierung im Straßenverkehr in Bereichen wie Gesetzgebung, Ausbildung und im Mischverkehr aufwerfen wird. Das BMVIT und andere zuständige Institutionen brauchen in dieser neuen Ära einen Partner, der ausschließlich der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer verpflichtet ist und einen kompetenten und neutralen Blick auf diese Herausforderungen hat.
Ich weiß, dass auch in den kommenden Jahrzehnten das Kuratorium für Verkehrssicherheit dieser Partner sein wird.

Herzlichen Glückwünsch!

Ing. Norbert Hofer
Bundesminister für Verkehr, Innovation und
Technologie