Sicherheitstipps fürs Radfahren im Winter

Mit nur wenigen Einschränkungen ist Radfahren das ganze Jahr über möglich. Um sicher durch den Winter zu kommen, gibt es einige Sicherheits- und Verhaltensregeln, die ganz besonders in den kalten Wintermonaten beachtet werden sollten. „Wer im Winter mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte vor allem auf gute Sichtbarkeit achten. Eine gute Beleuchtung sollte gerade im Winter selbstverständlich sein. Zusätzlich sollte nach Möglichkeit auffällige, reflektierende Kleidung gewählt werden“, erklärt Dipl.-Ing. Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV.

KFV-Tipps für Winterradler:

  • Licht ein: Eine gute Beleuchtung ist in den dunklen Wintermonaten unerlässlich. Lichter sollten eine Standlichtfunktion aufweisen, um bei einem Stopp an einer Kreuzung nachzuleuchten. Abnehmbare Lichter sollten nur während der Fahrt verwendet und danach abmontiert werden, da sich die Akkus in der Kälte schnell entladen. Übrigens darf nur das Rücklicht im Blinkmodus betrieben werden, nach vorne ist nur „ruhendes Licht“ erlaubt.
  • Langsamer fahren: Je rutschiger der Untergrund, desto länger ist der Bremsweg. Auch der Sicherheitsabstand zu vorausfahrenden Verkehrsteilnehmern sollte entsprechend angepasst werden.
  • Sattel niedriger stellen: Wer nur kurze Strecken fährt, kann den Sattel etwas niedriger stellen, um mit den Füßen den Boden besser erreichen zu können.
  • Bremszüge gut einfetten: Zum sicheren Anhalten sind gut funktionierende Bremsen notwendig und diese müssen gut gewartet werden. Gut dosierbare Bremsen sind Voraussetzung für gefühlvolle Bremsmanöver. Scheibenbremsen haben bei Nässe eine höhere Bremskraft als Felgenbremsen und sind daher vor allem für nasse Fahrbahnen gut geeignet. Als besonders wintertauglich gelten auch Rollenbremsen. Sie sind weniger wartungsintensiv und sehr verschleißarm. Aber auch für Felgenbremsen gibt es eigene Bremsbeläge mit einer Gummimischung speziell für den Betrieb bei Nässe.
  • Weniger Reifendruck: Empfehlenswert sind breitere Reifen mit ausgeprägtem Profil. Es hilft auch, etwas Luft aus den Reifen zu lassen. So erhöht sich die Kontaktfläche zum Boden und sorgt für mehr Haftung auf dem Untergrund. Im Fachhandel sind spezielle Winterreifen für das Fahrrad erhältlich.
  • Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Ausrüstung: Ein hoher Anteil der Körpertemperatur geht beim Menschen über den Kopf verloren. Dem kann mit einer dünnen aber winddichten Unterziehhaube entgegengewirkt werden, welche unter dem Helm getragen werden kann und auch die Ohren gut vor der Kälte schützt. Zu beachten ist auch, dass der Seitenblick immer frei bleibt - speziell bei Kapuzen. Zudem ist auffällige, reflektierende Kleidung zu empfehlen. Denn durch beschlagene Scheiben, Lichtreflexionen auf nassen Straßen und die geringere Anzahl an Sonnenstunden herrschen im Winter besonders häufig schlechte Sichtverhältnisse. Bei unbefahrbaren Radwegen auf die Fahrbahn ausweichen: Wenn ein Befahren des Radweges nicht möglich ist, entfällt die Radweg-Benützungspflicht. Neben den Radfahrern selbst können aber auch alle anderen Verkehrsteilnehmer durch ihr Verhalten zur Sicherheit der Radfahrer beitragen. Besonders zu beachten gilt es, dass sich auch für Radfahrer der Bremsweg bei Eis und Schnee verlängert. Zudem sollte immer auf ausreichend Sicherheitsabstand zum Radler geachtet werden – gerade auf glatten bzw. eisigen Fahrbahnen besteht stets Rutschgefahr.