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Senioren |
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Erfahren oder überfordert? Senioren im StraßenverkehrLeben bedeutet Bewegung. Dieser Grundsatz sollte auch in fortgeschrittenem Alter noch gelten. Denn nur wer rastet, der rostet. Die meisten Senioren sind trotz kleiner Wehwehchen geistig und körperlich aktiv und mobil, und wollen es auch bleiben. Auch auf der Straße. Neben der Freude an der Fortbewegung ist dort allerdings auch Wachsamkeit angesagt. Erfahrung contra Risiko Während der Anteil der „Generation 65 plus“ an der Gesamtbevölkerung 15 Prozent ausmachte (2004), belief sich ihr Anteil an der Gesamtzahl der getöteten Fußgänger im Jahr 2006 auf 48 Prozent – also fast die Hälfte! Der Anteil an den getöteten Radfahrern war mit 46,8 Prozent ebenfalls erschreckend hoch. Vergleichsweise niedrig – bedingt auch durch die geringeren Fahrleistungen der motorisierten Senioren – ist die Quote der getöteten Pkw-Lenker mit 14 Prozent. Unfälle haben für Senioren wegen ihrer schwächer werdenden körperlichen Konstitution fatalere Folgen als für andere Gruppen. Ein Oberschenkelhalsbruch endet oft tödlich. Rücksicht – Vorsicht – Einsicht Senioren als Fußgänger Senioren als Pkw-Lenker Klassische Unfalltypen älterer Pkw-Lenker zeigen: Schnelles Erfassen und Agieren in komplexen Verkehrssituationen und visuelle Orientierung bereiten Probleme – so etwa die Beachtung der Vorrangbestimmungen auf Kreuzungen, das Einbiegen, das Einparken, das Rückwärtsfahren. Der Anteil an Unfällen verursacht durch zu hohes Tempo, Alkoholisierung oder riskante Überholmanöver ist dagegen gering. Die Forschungsergebnisse sind sich allerdings in einem Punkt einig: Das Unfallgeschehen von Senioren muss in Bezug auf die Verkehrsarten ebenso differenziert betrachtet werden wie die Definition des Terminus „Senior“ selbst. Denn nicht jeder 65-Jährige bedeutet ein erhöhtes Verkehrsrisiko. Viele Senioren sind den Anforderungen des Straßenverkehrs durchaus gewachsen und auch in hohem Alter noch erstaunlich fit. |