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Kinder |
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Kinder bleiben auf der Strecke"Ausgereifte" Verkehrsteilnehmer dürfen nie darauf vertrauen, dass Kinder sich im Straßenverkehr ausnahmslos richtig verhalten. Kinder haben einen ausgesprochenen Bewegungsdrang und noch kein ausreichend ausgebildetes Gespür für Gefahren. Kleinere Kinder glauben oft, dass ein Auto – so wie sie – jederzeit stehen bleiben kann und der Lenker sie sieht, weil sie ja auch das Auto sehen. Kinder verhalten sich spontan und impulsiv. Umso stärker reagieren sie auf Ablenkungen wie andere spielende Kinder oder ihre momentane emotionale Befindlichkeit. Abgelenkt sein ist daher eine der häufigsten Ursachen von Kinderunfällen. Verparkte Zebrastreifen, zu schnelle Autofahrer, unübersichtliche Wege, Hektik und Lärm bedeuten für Kinder eine Menge Stress. Wahrnehmung, Motorik und Beurteilungsvermögen von Kindern sind nicht so weit entwickelt, um Gefahren im Straßenverkehr richtig zu erkennen und dementsprechend zu handeln. Die Einschätzung von Entfernungen und Geschwindigkeiten ist eine komplexe Leistung, die erst mit etwa 14 Jahren zuverlässig ausgebildet ist. Zusätzlich ist die seitliche Wahrnehmungsfähigkeit von Kindern eingeschränkt: Ein Erstklassler sieht nur 70 Prozent dessen, was ein Erwachsener wahrnimmt. Meist überschätzen Eltern die Fähigkeiten ihrer Kinder und erklären sie frühzeitig für "verkehrsreif". Auch wenn ein Kind an einer bestimmten Kreuzung gelernt hat, immer am Zebrastreifen stehen zu bleiben und sich vor der Querung abzusichern, heißt das nicht, dass es sich auch richtig verhält, wenn es alleine unterwegs ist. Deshalb sollte man nicht nur am Schulanfang üben, sondern immer wieder während des Jahres das Erlernte auffrischen. Damit Eltern sehen, ob sich Kinder am Schulweg an das Abgesprochene halten, sollten sie diese von Zeit zu Zeit unbemerkt beobachten. Geht das Kind einen anderen Weg und nicht den von den Eltern festgelegten oder quert es nicht an der vorgesehenen Stelle, können Eltern rechtzeitig eingreifen und Besprochenes und Geübtes wiederholen. Überall, wo mit Kindern zu rechnen ist, heißt es generell: Runter vom Gas, bremsbereit fahren – und das nicht nur zu Schulbeginn, sondern das ganze Jahr über. |