And the Aquila goes to... - Die Gewinner des Verkehrssicherheitspreises 2010

Ein Mal im Jahr bittet das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) jene vor den Vorhang, die sich mit außerordentlichem Engagement und viel Kreativität für das Thema Verkehrssicherheit einsetzen: An die Sieger in den verschiedenen Kategorien wurde auch heuer der Österreichische Verkehrssicherheitspreis, in Form der Trophäe ,Aquila‘, einem Adler, der Sicherheit und Schutz verkörpert, verliehen. Am 15. Juni 2010 wurde im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung der Verkehrssicherheitspreis in den Kategorien Bildungseinrichtungen, Städte & Gemeinden, Unternehmen, Medien und Zivilcourage vergeben.

Gewinner in der Kategorie Städte & Gemeinden: Marktgemeinde Lustenau (Vorarlberg), Projekt „Kinder mobil. Anders unterwegs“
Gewonnen hat die Gemeinde Lustenau in Vorarlberg mit dem Projekt „Kinder mobil. Anders unterwegs“, bei dem Kinder – und vor allem deren Eltern – motiviert werden, den Weg zum Kindergarten, aber auch andere Strecken wieder zu Fuß, per Bus oder mit dem Fahrrad, statt mit dem elterlichen Auto zurückzulegen. Im Rahmen des Projekts lernen Kinder auch, wie man richtig Bus fährt und im Rahmen der Verkehrserziehung mit der Polizei, wie man sich im Straßenverkehr auch richtig verhält.

Gewinner in der Kategorie Unternehmen: Rotes Kreuz, Projekt „Fortbildung sicherer Einsatzfahrer & Fehlermanagement Verkehrssicherheit“
Um die Verkehrssicherheit bei den Einsätzen zu erhöhen, veranstaltet der Landesverband Oberösterreich Workshops für seine Einsatzfahrer, bei denen das Bewusstsein für gefährliche Verkehrssituationen im Einsatz geschärft werden soll und Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie beispielsweise mit Stress in Einsatzsituationen umgegangen werden kann. Auch eine Unfalldatenbank wurde eingerichtet. Die Maßnahmen zum Fehlermanagement sollen in weiterer Folge evaluiert werden und für die Mitarbeiter des Roten Kreuzes verfügbar sein.

Gewinner in der Kategorie Bildungseinrichtungen: VS Hermann-Gmeiner-Schule Hinterbrühl, Projekt „Verkehrserziehung einmal anders“
Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert die Verarbeitung vieler unterschiedlicher Sinneseindrücke. Das Projekt des Sonderpädagogischen Zentrums Herrmann-Gmeiner-Schule Hinterbrühl führte den Bereich „Verkehrserziehung“ mit dem Klassenschwerpunkt „Sensorische Integration“ zusammen: Mit spielerischen Elementen wurde das Zusammenspiel der Sinne geübt und gefördert. Komplexe Situationen, wie sie Verkehrsteilnehmer täglich im Straßenverkehr erleben, wurden den Kindern in einer vereinfachten Form nähergebracht.

Spezialpreise für Lebensretter Michael Pemsel und Ugur Alkan sowie Journalist Günther Krauthackl
Zivilcourage zeigten Michael Pemsel und Ugur Alkan als sie Zeugen eines Unfalls auf der Autobahn wurde. Ohne zu zögern, eilten sie zu dem verunglückten Pkw-Lenker. Während Pemsel den Vater aus dem Fahrzeug herauszog, kümmerte sich Alkan um die eingeklemmte Tochter. So konnten beide Unfallopfer gerettet werden, bevor das Auto Feuer fing.
Besonders engagiert im journalistischen Bereich der Verkehrssicherheit ist der Journalist Günther Krauthackl von der Tiroler Kronen Zeitung: Seit 1992 ist Krauthackl bei der Tiroler Krone und setzt sich dabei nun bald zwei Jahrzehnte vehement für das Thema Verkehrssicherheit ein.