
And the Aquila goes to... Die Preisträger 2008
Auch in diesem Jahr verleiht das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) in Kooperation mit dem Österreichischen Gemeindebund den Verkehrssicherheitspreis „Aquila“ für besonderes Engagement in Sachen Verkehrssicherheit. Die Preise wurden am 14. Mai im Rahmen einer Gala im Palais Pallavicini in Wien vergeben. Zur Einreichung eingeladen waren Unternehmen, Vereine und sonstige Institutionen, Kindergärten, Schulen, Städte und Gemeinden. Aus den eingelangten Projekten wurden die innovativsten, erfolgreichsten und interessantesten Ideen ausgewählt. Des Weiteren vergab das KFV heuer zum zweiten Mal den Preis für Zivilcourage.
DIE GEWINNER
Sonderpreis für Zivilcourage:
Gisella Diaz-Markowitz und Daniel Macher erhalten den Sonderpreis für Zivilcourage für ihr außergewöhnlich umsichtiges Verhalten: Am 4. Februar 2008 verhinderten beide Schlimmeres, als ein Wiener Buslenker seinen Bus verließ und dabei vergaß, die Handbremse zu ziehen. Der Bus – gefüllt mit mehreren Fahrgästen – setzte sich ohne Lenker in Bewegung und drohte außer Kontrolle zu geraten. Diaz-Markowitz und Macher handelten schnell. Sie lenkten den Bus nach rechts, so dass er bereits nach kurzer Zeit in einem Vorgarten zum Stehen kam. Durch ihr Eingreifen entstand lediglich ein Sachschaden, sechs Businsassen wurden leicht verletzt, größere Schäden konnten jedoch verhindert werden.
Kategorie Journalisten: Mag. Christian Uchann, Bezirksblätter Burgenland
Dem KFV fiel Herr Mag. Christian Uchann durch seine niveauvolle Berichterstattung zum Thema Verkehrssicherheit auf. Uchann gibt sich in seinen Artikeln nicht damit zufrieden, Sachverhalte ausschließlich darzustellen, sondern analysiert die Bedeutung nationaler verkehrspolitischer Entscheidungen und fragt nach deren Auswirkungen auf die regionale und lokale Ebene. Des Weiteren beteiligt sich Uchann häufig selbst an burgenländischen Verkehrssicherheitsaktionen.
Kategorie Städte/Gemeinden: Kirchschlag (Oberösterreich)
Der Gemeinde Kirchschlag in Oberösterreich liegt die Sicherheit und die Bewusstmachung des Wertes des täglichen Schulweges besonders am Herzen. Mögliche Gefahrenquellen werden beseitigt und zahlreiche Maßnahmen zur sicheren Gestaltung des Schulweges durchgeführt: Ein Lotsendienst, Warnwesten und Verkehrssicherheitsaktionen, wie zum Beispiel „Apfel-Zitrone“, helfen den Schulkindern dabei, sich sicher durch den Straßenverkehr zu bewegen. Gleichzeitig wird der positive Wert des Schulweges – die „erste Freiheit“ für die Kinder – betont. Die Aktion findet in Kooperation mit der örtlichen Volksschule, der Polizei und unter Einbindung der Eltern das ganze Schuljahr über statt.
Kategorie Schulen: HTL Donaustadt (Wien)
Im Rahmen des Unterrichtsfachs „Projektentwicklung“ entwickelten vier Schüler der fünften Klasse der HTL Donaustadt, die umfassende CD „Der Weg zur Fahrradprüfung“. Das Projekt wurde für die Verkehrserziehungsgruppe der Polizei entwickelt und mit Hilfe des Mediums
E-Learning optisch und inhaltlich perfekt für die Zielgruppe der vierten und fünften Jahrgangsstufe aufgearbeitet. Den Schülern wird dadurch die Vorbereitung auf die freiwillige Radfahrprüfung durch Selbststudium und entsprechende Veranschaulichung wesentlich erleichtert.
Kategorie Kindergärten: Kindergärten der Gemeinde Schwarzach (Vorarlberg)
Die Kindergärten der Gemeinde Schwarzach in Vorarlberg motivieren mit ihrem „Kinderzügle“ Kindergartenkinder und Eltern zum täglichen Gehen von Alltagswegen. Ganz nebenbei lernen die Kinder, zum Beispiel durch selbst gebastelte Haltestellen, sich sicher im öffentlichen Raum zu bewegen. Des Weiteren hat das Projekt dafür gesorgt, dass die Verkehrssituation vor den Kindergärten wesentlich verbessert wurde. Die Aktion wurde gerade durch die Einbindung der Eltern zu einem großen Erfolg. Täglich kommen 29 Kindergartenkinder mit ihrem „Elterntaxi“ in den Kindergarten. Neben verkehrserzieherischen Lerneffekten werden so soziale Kontakte ausgebaut und die Bewegung gefördert.
Kategorie Unternehmen: OMV AG (Wien)
Mit der außergewöhnlichen Aktion „Move & Help 2007“ nimmt die OMV bei den Unternehmen ein Vorbildstellung in Sachen Verkehrssicherheit ein. Die OMV spendete aus Erlösen diverser Verkehrssicherheitsmaßnahmen im Inland 300.000 Euro an die Caritas, das SOS-Kinderdorf und an UNICEF, um so verschiedene Aktionen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit von Kindern über die Grenzen hinaus zu unterstützen. Insgesamt wurde 35.000 Kindern in ganz Europa und in Pakistan das Thema Verkehrssicherheit nahe gebracht.






