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Schulweg |
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Schulweg: Erwachsene gehen mit schlechtem Beispiel voran463 Schüler im Alter von sechs bis 15 Jahren wurden im Jahr 2006 bei Verkehrsunfällen am Schulweg verletzt, zwei wurden getötet. Vor allem Volksschulkinder sind mit der Verkehrssituation überfordert. Leider erweisen sich Eltern in vielen Fällen nicht als imitationswürdige Vorbilder. Es ist lobenswert, wenn Eltern ihre Kinder zu Fuß zur Schule begleiten und auf diese Weise immer wieder die Teilnahme am Verkehrsgeschehen üben. Verantwortungslos ist es aber, wenn Eltern genau jene Fehler vorleben, die für ein Kind tödlich enden können. Das hat sich auch bei einer Untersuchung gezeigt, die das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) im Jahr 2005 (gefördert durch das BMVIT und unterstützt von Fessel GfK) im Umfeld von 120 österreichischen Schulen durchgeführt hat. Erwachsene leben gerne gefährlich Zusätzlich wurde erhoben, wie genau es die verantwortlichen Erwachsenen mit der Kindersicherung im Pkw nehmen. 60 Prozent jener 2.562 Kinder, die mit dem Auto zur Schule gebracht wurden, waren mit Kindersitz, Gurt- oder Sitzpolster am Rück- oder Vordersitz gesichert. Fast jeder zweite Volksschüler wurde aber vollkommen ungesichert zur Schule gebracht! Um sicher zu gehen, dass sich die Kinder nicht kurz vor der Schule abgeschnallt hatten, wurde die Beobachtung 200 Meter vor den Halteplätzen wiederholt – mit dem gleichen Ergebnis. Das eigene Leben scheint den Erwachsenen mehr wert zu sein: Drei Viertel der Eltern, die ihr Kind mit dem Auto zur Schule brachten, waren angeschnallt. Kinder: kein Blickkontakt So geht’s richtig Am effizientesten ist es, wenn Eltern ihren Kindern richtiges Verhalten im Straßenverkehr vorleben. Wertvolle Unterstützung bei der Bewusstseinsbildung können Kindergärten und Schulen leisten. Über den normalen, gesetzlich vorgeschriebenen Umfang von Verkehrserziehung mit Exekutivbeamten für Volksschüler sollten zusätzlich Elternabende angeboten werden, die den Eltern die Augen für fremd- und selbstverschuldete Gefahren im Straßenverkehr öffnen. Dazu ist es aber auch notwendig, dass Verkehrserziehung einen höheren Stellenwert bekommt und Kindergärten und Schulen in ihren Bemühungen mit Materialien, Referenten und Kursangeboten unterstützt werden. Eine stärkere Sensibilisierung wäre auch mit Hilfe der Fahrschulen möglich. Angesichts der schlechten Anhaltemoral im Schulumfeld ist aber auch stärkere Überwachung nötig. Denkbar wäre etwa eine vorangekündigte, mobile Videoüberwachungsanlage bei Schutzwegen, die in den Morgenstunden zum Einsatz kommt. Die Möglichkeit, bei einer gesellschaftlich verpönten Handlung – nämlich der Gefährdung von Kindern – ertappt zu werden, könnte viele den Fuß vom Gaspedal nehmen lassen. Schulwegplan Bei der Erstellung der Schulwegpläne arbeiten Verkehrsplaner, Behördenvertreter, Lehrer und Eltern eng zusammen. Viele Faktoren fließen in einen Schulwegplan ein, z.B. die Wohnstandorte der Schüler, ein Elternfragebogen, eine Unfallanalyse und eine Schulumfeldbegehung. |