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Beschilderung |
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Entrümpelung des Schilderwaldes„Stellen Sie sich vor, Sie fahren auf einer Freilandstraße. Es kommt eine Tafel mit dem Tempolimit von 70 km/h. Etwas später kommt eine Ortstafel. Wie schnell dürfen Sie danach fahren?“ – Jeder Zweite vom KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) im Jahr 2005 befragte Lenker gab auf diese Frage eine falsche Antwort. Sie hätten in diesem Fall auf 50 km/h heruntergebremst, obwohl eigentlich noch immer 70 km/h erlaubt sind. Hier setzt das Projekt „Gonzales“ an. Ein interdisziplinäres Expertenteam unter Führung des KfV stellte im Rahmen von „Gonzales“ Verkehrszeichen für Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Prüfstand und kam zu zwei Ergebnissen: Der Schilderwald auf Österreichs Straßen ist oft kontraproduktiv. Viele Verkehrsteilnehmer sind überfordert, Regelungen nicht klar verständlich. Außerdem kann die österreichische Straßenverkehrsordnung (StVO), die das Aufstellen der Verkehrszeichen regelt, noch nicht vollständig mit der modernen Informationstechnologie (Verkehrstelematik) mithalten. Diese würde es beispielsweise ermöglichen, dass dem Fahrer das jeweils gültige Geschwindigkeitslimit auf einem Display angezeigt wird. Eine Übertretung kann durch ein Ton- oder Lichtsignal oder als erhöhter Widerstand des Gaspedals angezeigt werden. Die 45 Jahre alte StVO weist jedoch noch einige Graubereiche und Widersprüchlichkeiten auf, durch die eine digitale Erfassung von Geschwindigkeitsbegrenzungen erschwert wird. Ein technisches System braucht schließlich eindeutige Zu- und Anweisungen. Verkehrszeichen müssen klar und nachvollziehbar angeordnet sein, denn KfZ-Lenker haben im Straßenverkehr wichtigere Aufgaben, als über die gerade gültige Geschwindigkeit zu grübeln. Außerdem werden mit der Entrümpelung des Schilderwaldes zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Fahrer werden von unnötigem ‚Ballast’ befreit und Österreich wird fit für den Einsatz neuer telematischer Verkehrssicherheitsmaßnahmen. Prinzipien für eine sinnvolle Beschilderung |