Fahren mit Licht am Tag leistet einen wertvollen Beitrag zur Senkung der Unfallzahlen

In zahlreichen Untersuchungen, darunter auch die umfangreiche EU-Studie „Daytime Running Lights“ (2004), wurde die positive Wirkung von Fahren mit Licht am Tag auf das Unfallgeschehen eindeutig nachgewiesen. Fast 20 Jahre forderte das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) deshalb für Österreich die Einführung einer gesetzlich verankerten Verpflichtung zum Fahren mit Licht am Tag. Auch die Bundesregierung hat sich im Österreichischen Verkehrssicherheitsprogramm zu dieser Verkehrssicherheitsmaßnahme bekannt. Zwischen dem 15. November 2005 und dem 31. Dezember 2007 war Fahren mit Licht am Tag auf allen Straßen und zu allen Tageszeiten in Österreich Pflicht. Seit 1. Jänner 2008 ist es nicht mehr verpflichtend, wer will kann jedoch weiterhin sein Licht einschalten.

Licht am Tag in Europa
Ein Lichtfahrgebot – teils schon seit den siebziger Jahren – gibt es bereits in Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Slowenien, Estland, Lettland, Island, Mazedonien, Tschechien, Kroatien, Polen, der Slowakei, Litauen, Ungarn und Italien. In Deutschland, der Schweiz und Frankreich wird Fahren mit Licht am Tag den Lenkern empfohlen.

Licht am Tag in Österreich
Ein immer größerer Teil der österreichischen Bevölkerung war auch schon vor der gesetzlichen Einführung der Lichtpflicht von der positiven Wirkung dieser Verkehrsicherheitsmaßnahme überzeugt, wie die vom KFV erhobenen Lichteinschaltquoten beweisen: Demnach fuhren 2004 bereits mehr als die Hälfte der PKW auch am Tag mit Licht (52%), was gegenüber 2003 einer Steigerung von 15 Prozentpunkten entspricht. Auf Autobahnen schalten bereits 63 Prozent der Lenker das Abblendlicht ein (2003: 49%). Bei Schönwetter sind mittlerweile 40 Prozent der PKW mit Licht unterwegs (2003: 29%), bei Regen sind es 84 Prozent (2003: 82%), bei Nebel 90 Prozent (2004 erstmals erhoben).

Bei einer KFV-Erhebung im April 2006 zeigte sich, dass nur noch jeder zehnte Pkw (9 %) in Österreich nach Einführung der Strafbarkeit (15.4.2006) unter Tags nicht das richtige Licht eingeschaltet hat. Die höchsten Lichteinschaltquoten bestehen mit 94 Prozent auf der Autobahn. Auf Freilandstraßen liegt der Wert bei 90, im Ortsgebiet bei 87 Prozent.

Die Vorteile von Fahren mit Licht am Tag

  • Speziell für Autofahrer: Vermeidung von Kreuzungsunfällen und Verringerung von Frontalunfällen bei Überholvorhängen. Reduktion der Unfallschwere.
  • Speziell für Motorradfahrer: Schnellere Wahrnehmung von Fahrzeugen, gerade auch im peripheren Sehbereich, bessere Distanzschätzung.
  • Speziell für Fußgänger und Radfahrer: Mehr Sicherheit beim Überqueren der Fahrbahn durch schnellere Wahrnehmung von beleuchteten Fahrzeugen.
  • Speziell für Kinder: Bessere Wahrnehmung von auffälligen Objekten, besonders in den Augenwinkeln.
  • Speziell für Senioren: Teilweise Ausgleich der verminderten Sehkraft durch beleuchtete Fahrzeuge.
  • Speziell für den Staatshaushalt: Einsparung von mindestens 30,2 Millionen Euro jährlich. Fahren mit Licht am Tag bringt Schätzungen zufolge bis zu 3,6 Mal mehr als es kostet.
  • Für alle Familien: Rettung von 30 Menschenleben pro Jahr.

Fahren mit Licht am Tag leistet einen wertvollen Beitrag zur Senkung der Unfallzahlen auf Österreichs Straßen. Jeder Verkehrsteilnehmer profitiert von Licht am Tag. Es geht nicht um die Sicherheit der anderen, sondern um die persönliche Sicherheit jedes Einzelnen. Deshalb: 30 Menschenleben pro Jahr retten – durch das Umlegen eines einzigen Schalters!

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