
Effizient und praktikabel: die Alkoholvortestgeräte
Die Einführung der 0,5-Promille-Grenze im Jahr 1998 samt begleitender Überwachung und Bewusstseinsbildung war der Startschuss für einen Umdenkprozess und die Senkung der Unfallzahlen. Trotzdem ist noch viel zu tun, denn im Durchschnitt wird momentan jeder Fahrzeuglenker in Österreich nur alle 33 Jahre von der Exekutive auf Blutalkohol kontrolliert. Viele Alkohollenker gehen der Exekutive also leider – bedingt durch den hohen personellen und zeitlichen Aufwand bei einer Kontrolle mit den bisher üblichen Alkomaten – durchs Netz. Das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) setzt sich deshalb für die flächendeckende Implementierung von so genannten Alkoholvortestgeräten in Österreich ein.
Das Alkoholvortestgerät
In einem Feldversuch kam das KFV zu dem Ergebnis: Mit Alkoholvortestgeräten können bei gleichem Personal- und Zeitaufwand zehnmal so viele Lenker kontrolliert werden wie mit einem Alkomaten. Die kleinen und handlichen Vortestgeräte können von der Exekutive ständig mitgeführt werden, sind jederzeit einsatzbereit und ein aussagekräftiges Messergebnis liegt bereits nach ca. zehn Sekunden vor. Autofahrer, die ohne Alkohol im Blut unterwegs sind, können dadurch schon nach kürzester Zeit wieder ihre Fahrt fortsetzen. Bei einem erhöhten Promillegehalt wird der ermittelte Wert durch einen Alkomat- oder Bluttest bestätigt.
Der Alkomat
Der bundesweite Einsatz des Alkomaten startete 1988. Dank der Erfindung des Alkomaten kann eine Atemalkoholbestimmung vergleichsweise schnell direkt vor Ort durchgeführt werden. Die Exekutive hat so sofort Gewissheit über das Vorliegen oder Nichtvorliegen einer Alkoholisierung. Eine ärztliche Blutanalyse kann hingegen oft erst längere Zeit nach der Anhaltung erfolgen, währenddessen sich der Promillegehalt wieder senken kann. Gemeinsam mit den neu entwickelten Alkoholvortestgeräten ist der Alkomat ein wichtiges Instrument zur Bekämpfung von Hochrisikolenkern.


