SiEBaBWe

Sicherheitsinspektionen von Eisenbahnkreuzungen entlang der grenzüberschreitenden Bahnlinien in Burgenland und Westungarn

Bahnübergänge sind risikoreiche Orte der Begegnung. Besonders im Grenzbereich zwischen Staaten mit im Detail unterschiedlicher Straßenverkehrsordnung kann es aufgrund mangelnder Orts- und Regelkenntnis zu Fehlverhalten von Kfz-Lenkern mit fatalen Folgen kommen. 

Bahnübergänge sind risikoreiche Orte der Begegnung. Besonders im Grenzbereich zwischen Staaten mit im Detail unterschiedlicher Straßenverkehrsordnung kann es aufgrund mangelnder Orts- und Regelkenntnis zu Fehlverhalten von Kfz-Lenkern mit fatalen Folgen kommen. 
So  ließen im burgenländisch-ungarischen Grenzgebiet in den Jahren 2010 und 2011 sieben Menschen bei Kollisionen zwischen Kfz-Verkehr und Eisenbahn ihr Leben auf den Schienen, acht wurden verletzt. 
Unfälle an Eisenbahnkreuzungen (EK) werden auch im Verkehrssicherheitsprogramm Burgenland 2011-2015 thematisiert: die Zahl der Unfälle mit Personenschäden auf EK soll um 10% reduziert werden.

Die österreichisch-ungarische Zusammenarbeit SiEBaBWe ist ein Gemeinschaftsprojekt zur Erhöhung der Sicherheit von EK entlang der grenzüberschreitenden Bahnlinien in Burgenland und Westungarn. Die Das Ziel umfasst konkrete Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit an EK ebenso wie Bewusstseinsbildung bei der Bevölkerung und die Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls.

Steckbrief
Förderprogramm Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Kofinanziert durch das Amt der Burgenländischen Landesregierung und die Nationale Entwicklungsagentur Ungarn
Projektdauer 09/2012 - 03/2014
Leitung KFV
Partner Raaberbahn (Österreich und Ungarn), Universität Györ

Umsetzung

  • Erhebung des Status Quo zu den rechtlichen Grundlagen und zum Unfallgeschehen im Bereich der EK entlang der Untersuchungsstecke
  • Aufbau einer grenzüberschreitenden Arbeitsgruppe mit VerkehrsexpertInnenen und BehördenvertreterInnen zum Wissens‐ und Erfahrungsaustausch und einer dauerhaften Zusammenarbeit von Österreich und Ungarn im Verkehrsbereich
  • Länderübergreifende Sicherheitsinspektionen, Geschwindigkeitsmessungen und Frequezzählungen an ausgewählten EK
  • Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs für EK
  • Sanierungskonzepte für je eine ausgewählte EK in Österreich und Ungarn
  • Befragungen zu Sicherheitsgefühl, Gefahrenbewusstsein und Verhalten bei EK
  • Erstellung von Foldern und Plakaten zur Bewusstseinsbildung