SARTRE4 - Einstellungen, Meinungen und Verhaltensweisen von europäischen Verkehrsteilnehmern

Zielsetzung von SARTRE4 ist es, wesentliche Verkehrssicherheitsmaßnahmen aus der Sicht betroffener Verkehrsteilnehmergruppen zu bewerten und nationale Meinungsbilder im europäischen Vergleich zu darzustellen.
SARTRE4 setzt die drei vorangegangenen Projektphasen fort und bezieht – folgend den Empfehlungen der Europäischen Kommission zu schwachen Verkehrsteilnehmern - zusätzliche Zielgruppen in die Befragungen ein. Die aktuelle, Ende 2012 finalisierte Studie, wurde in 19 Ländern unter Autofahrern, Motorradfahrern und nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern durchgeführt. Das KFV koordinierte den österreichischen Teil der Studie.

Obwohl sich die Verkehrssicherheit aus Sicht der Autofahrer in der Mehrzahl der teilnehmenden Länder verbessert hat, glauben die meisten Autofahrer in Europa weiterhin, dass das Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit ein normales und sozial akzeptiertes Verhalten sei. Rund ein Drittel der befragten Autofahrer gibt an, im letzten Monat Alkohol am Steuer konsumiert zu haben; mehr als ein Viertel der Lenker berichtet über Fahrten, bei denen Sie bei sie zu übermüdet am Steuer saßen.
Bei den Motorradfahrern – jener Gruppe, bei der die tödlichen Unfälle seit 2002 um 22% angestiegen sind - zeigten sich sehr unterschiedliche Verhaltensweisen zwischen   Lenkern in nord- und südeuropäischen Ländern, insbesondere bezüglich der Verwendung von Schutzausrüstung und dem Umgang mit Alkohol am Steuer.

Der Vergleich der Länder vor dem Hintergrund der nationalen Rahmenbedingungen und Einstellungen der Verkehrsteilnehmer erlaubt es, Optimierungspotenziale in bestimmten Feldern der nationalen Verkehrssicherheitsarbeit sowie Schlüsse für mögliche Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in Europa zu ziehen. Die Hauptergebnisse sind im Abschlussbericht auf folgender Website zu finden:  http://www.attitudes-roadsafety.eu/

Projektlaufzeit

12/2009 - 11/2012

Förderung

Das Projekt wurde aus Mitteln der Europäischen Kommission / DG Move
und des Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds gefördert

Projektpartner