
Viele Medikamente beeinträchtigen die Fahrtüchtigkeit
In Grippezeiten ist etwa jeder fünfte Lenker unter dem Einfluss von Medikamentenkonsum unterwegs – und das meist ohne sich der Gefahr der eingeschränkten Konzentrationsfähigkeit und des drohenden Kontrollverlustes bewusst zu sein. Manche Medikamente haben die gleiche Wirkung auf das menschliche Wahrnehmungs- und Reaktionsvermögen wie Alkohol, man sollte also besser das Fahrzeug stehen lassen. Zur besseren Einschätzung der Lage trägt bei, dass das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) die verpflichtende Kennzeichnung neu zugelassener Arzneipräparate, die die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen können, erreicht hat. Ein Dreieck mit Rufzeichen auf der Packung des Medikaments warnt vor gefährlichen Folgen im Straßenverkehr.
Nicht alle Medikamente bedeuten Risiken in punkto Verkehrssicherheit. Manche Mittel sorgen gar erst für Fahrtüchtigkeit – so etwa Spezialpräparate für Diabetiker oder Herz-Kreislauf-Kranke. Große Gefahr geht allerdings von Narkotika, Schlaf-, Allergie- und Beruhigungsmitteln sowie starken Präparaten gegen Schmerzen, Fieber und Entzündungen aus: Die beeinträchtigende Wirkung dieser Medikamente klingt oft erst nach 24 Stunden vollständig ab. Auch bei Präparaten gegen Bluthochdruck oder Brechreiz, bei Augentropfen mit Wirkung auf die Pupille, manchen Antibiotika oder "leichten" Psychopharmaka ist die Fahrtüchtigkeit eingeschränkt.
Eine besonders gefährliche Kombination stellen Arzneimittel und Alkohol dar. Dabei muss der Konsum von Medikamenten und Alkohol nicht einmal gleichzeitig erfolgen: Selbst 24 Stunden nach der Einnahme eines Beruhigungsmittels kann Alkoholkonsum absolute Fahruntüchtigkeit bewirken.


