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Alkohol |
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Alkohol am Steuer tötetEin Blick in die Statistik zeigt, dass ein Alkolenker bei einem Unfall durchschnittlich zwei andere Menschen mit ins Unglück reißt. Alkoholunfälle sind also alles andere als Kavaliersdelikt – obwohl sie von vielen Verkehrsteilnehmern leider immer noch auf die leichte Schulter genommen werden. Die Zahl der bei Alkoholunfällen Getöteten ist in den letzten Jahren zwar gesunken, die Unfälle selbst stagnieren aber weiterhin auf einem viel zu hohen Niveau. 2006 ereigneten sich sechs Prozent weniger Alkoholunfälle als 2005 (2005: 2.746; 2006: 2.578), die Zahl der Verletzten sank um 6,8 Prozent von 3.825 im Jahr 2005 auf 3.564 im letzten Jahr. 56 Menschen mussten 2006 mit dem Leben bezahlen (2005: 57). Die Dunkelziffer der durch Alkohol am Steuer Getöteten wird sogar auf das dreifache geschätzt. Einsame Spitzenreiter unter den Alkolenkern sind Jugendliche zwischen 18 und 24 Jahren. Über ein Viertel (25,3 %) der 2.389 Alkolenker stammte 2006 aus dieser Altersgruppe. Studien zeigen die Auswirkungen von Alkoholkonsum auf das Fahrverhalten: Bei 0,5 Promille Alkohol im Blut besteht bereits das doppelte Unfallrisiko wie im nüchternen Zustand, bei 0,8 Promille gar das fünffache. Im Bereich von 0,8 Promille steigt die Risikobereitschaft um etwa 80 Prozent, Reaktions- und Konzentrationsfehler treten zwei- bis dreimal häufiger auf als im nüchternen Zustand, die Blickbewegungen des Fahrers reduzieren sich um 30 Prozent. Der so genannte Tunnelblick schränkt die periphere Wahrnehmung drastisch ein. Die Konsequenz: Das Fahrzeug wird vom Fahrer unbewusst in Richtung Fahrbahnmitte gesteuert – die Mehrzahl der Alkoholunfälle sind daher Kollisionen mit dem Gegenverkehr. Weitere Symptome eines alkoholisierten Lenkers: verlangsamter Pupillenreflex und dadurch längere Blendung durch die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge, gestörte Geschwindigkeitswahrnehmung, Gleichgewichtsschwankungen – ein alkoholisierter Lenker fährt deshalb in Schlangenlinien – und extreme Selbstüberschätzung: Man fühlt sich durch die stimmungssteigernde Wirkung des Alkohols leistungsfähiger als man tatsächlich ist. Besonders gefährlich sind gemischte, oft süß wie Limonade schmeckende Getränke: Die Wirkung von Punsch, Alkopops oder Cocktails wird zumeist unterschätzt. |