Das EU-Projekt „Andrea“ beschäftigte sich mit Rehabilitationsprogrammen für verkehrsauffällige Kraftfahrer

Rehabilitationsprogramme für verkehrsauffällige Kraftfahrer (Nachschulungen) werden in zunehmend mehr EU-Staaten zur Reintegration eingesetzt. Die Aufgabenstellung des EU-Projektes „Andrea“ (Analysis of Driver Rehabilitation Programmes) war es, die einzelnen Wirkfaktoren dieser Kurse zu analysieren. Evaluationsstudien wurden analysiert, sämtliche in EU-Staaten angewendeten Kursmodelle beschrieben, Expertenworkshops abgehalten und in Frankreich, Österreich, Belgien, den Niederlanden und Norditalien eine Feedback-Studie mit 1.375 Kursteilnehmern und 60 Kursleitern durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Studie gewähren einen vertieften Einblick in das Kursgeschehen (Methoden, Inhalte und Klient-Trainer-Beziehungsebene). Das Feedback ist generell positiv. Die Mehrheit der Teilnehmer bewertet die Kurse als nützlich, um in Zukunft Verkehrsdelikte zu vermeiden. Dies steht in guter Übereinstimmung mit Ergebnissen aus der Literaturanalyse, wonach das Rückfallrisiko von Kursteilnehmern im Vergleich mit Personen aus Kontrollgruppen ohne Kurs signifikant geringer ist.

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