Selber schuld oder doch Tücke des Objekts? 

Die Daten der IDB Austria des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) belegen, dass in rund 80 Prozent der Unfälle im Heim, Freizeit und Sportbereich ein Produkt beteiligt ist. Deshalb ist die Produktsicherheit eine der wichtigsten Strategien der Unfallverhütung. Die IDB Austria des KFV liefert die Datenbasis für die Entwicklung solcher Strategien. Sie fungiert als „Fühler im System“, indem sie Ursachen erklärt und Wege aufzeigt, wie Produkte sicherer gestaltet werden können. Alles was vom Menschen gemacht wird, kann verbessert werden. Produkte sicherer zu gestalten ist wesentlich einfacher und effizienter, als den Menschen selbst bzw. sein Verhalten zu verändern.
 
Interessant ist die die Tatsache, dass sich die im Rahmen der IDB Austria befragten Patienten eher selbst die Schuld an ihrem Unfall zuschreiben als dem beteiligten Produkt: So glauben 60 Prozent der Patienten, sie selbst seien schuld am Unfall – 40 Prozent denken, das beteiligte Produkt sei Ursache ihres Unfalls gewesen. Fragt man nach der tatsächlichen Produktbeteiligung, so stellt sich heraus, dass nur 20 Prozent der Patienten wirklich „selber schuld“ am Unfall waren – bei bemerkenswerten 80 Prozent war die „Tücke des Produkts“ mitverantwortlich. Auch diese Ergebnisse zeigen, dass ein ideal angefertigtes Produkt wesentlich dazu beitragen kann, die Zahl der Unfälle und Verletzungen zu reduzieren.

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