
Internationale Projekte
Insbesondere durch die Mitgliedschaft Österreichs in der Europäischen Union ist die internationale Zusammenarbeit auch bei Unfallforschung und Unfallverhütung unverzichtbar geworden.
Immer mehr Entscheidungen im Bereich öffentliche Gesundheit, Unfallstatistik, Unfallverhütung, Konsumentenschutz usw. fallen auf europäischer Ebene. Die tatkräftige Mitarbeit österreichischer Einrichtungen ist ein unverzichtbarer Beitrag zur Sicherheit aller Österreicher geworden. Das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) ist eingebunden in die relevanten europäischen Netzwerke und führt selbst größere internationale Projekte.
Studie „Touristenunfälle in der Europäischen Union“
Touristen haben ein weit höheres Risiko tödlich in einem Urlaubsland der EU zu verunglücken als dessen Einwohner. Das zeigt eine Studie des KFV, die gemeinsam mit Partnern aus Frankreich, Griechenland, Deutschland, Italien und den Niederlanden durchgeführt wurde. Das Hauptziel der Studie war es, die Anzahl der Touristenunfälle, die Umstände dieser Unfälle und mögliche Unfallverhütungsmaßnahmen darzustellen. Mit dieser von der Europäischen Kommission geförderten Arbeit sollte die Basis für gezielte Unfallprävention im Rahmen des Gesundheits- und Konsumentenschutzsektors gelegt werden.
Studie „Umfassender Überblick über Europäische Daten zu Verletzungen durch Heim- und Freizeitunfälle“
Scheinbar einfache Fragen - "Wer zählt eigentlich die Unfälle von Touristen?" - und Probleme in der Abgrenzung verschiedener Unfallbereiche - "Was genau ist eigentlich ein Freizeitunfall?" – sind auf europäischer Ebene noch ungeklärt und erschweren die Abschätzung des Unfallgeschehens. In einem von der EU geförderten Projekt hat das KFV versucht, die gesamte Unfallpyramide zu vermessen und einen Überblick über das Unfallgeschehen in den EU-15 Staaten zu geben. Gemeinsam mit Partnern aus sieben EU-Staaten wurde ein allgemeines Modell für die Zusammenschau verschiedener Unfall- und Gesundheitsstatistiken auf EU-Ebene entworfen. Die bildliche Vorlage für dieses Modell ist die Pyramide: Verschiedene Schichten - beginnend mit der größten, den Unfällen insgesamt, und endend mit der kleinsten, den tödlichen Unfällen - bilden die "Unfallpyramide".
