
Kfz-Einbruch
Ein Auto ist schnell geknackt. Profis benötigen für diesen Vorgang knappe fünf Sekunden. Doch auch weniger Geübte haben für ihr Vorhaben freie Bahn: Sie schlagen einfach die Scheibe ein – selbst in stark frequentierten Straßen ist das keine Seltenheit.
Kein Wunder, wenn man darauf achtet, was flinken Fingern nahezu auf dem silbernen Tablett präsentiert wird. Jacken und andere Kleidungsstücke lachen den potenziellen Tätern laut einer Erhebung des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) in jeder sechsten Fahrgastzelle entgegen, gefolgt von Hand-, Akten- oder Reisetaschen (jede siebente). Musikliebhaber stoßen in beinahe jedem elften PKW auf eine umfangreiche CD-Sammlung – Handys, PDAs, Laptops und andere elektronische Geräte werden in jedem 19-ten Auto unachtsam und für jeden offensichtlich verwahrt.
Autoknacker stoßen vor allem am späten Nachmittag zwischen 16 und 18 Uhr auf die „ertragreichste“ Ausbeute – hier wird man in jedem zweiten Auto fündig –, knapp gefolgt von den Abendstunden zwischen 19 und 22 Uhr.
Diebstahlsicherung im Auto Mangelware
Nicht genug, dass knapp die Hälfte der Autofahrer ihren Mitmenschen in Sachen Taschendiebstahl blind vertraut – die wenigsten sind für den Ernstfall gerüstet. Im Gegenteil: sieben von 1.000 Fahrzeugen geben Langfingern – in Form eines geöffneten Fensters – noch eine zusätzliche Einladung. Nur knapp 14 Prozent aller untersuchten Pkw waren mit einer Alarmanlage ausgestattet. Ein minimaler Anteil aller Lenker (0,13 Prozent) sichert das Auto mit einer abschreckenden Lenkradsperre.
Prinzipiell sollten Wertsachen niemals – insbesondere nicht für andere offensichtlich – im Pkw zurückgelassen werden. Zusätzlich sollte man auch bei kurzen Stopps darauf achten, dass alle Fenster geschlossen und die Türen des Fahrzeugs verriegelt sind..



