
Brand in der Landwirtschaft
Jedes Jahr kommt es zu mehr als 110 Bränden durch Selbstentzündung pflanzlicher Stoffe wie Heu, Klee, Stroh oder Laub. Bei der Lagerung wird das Heu durch den Druck des Eigengewichtes zusammengepresst. Ist das Heu noch etwas feucht, erhöht der Wasseranteil das Gewicht zusätzlich. An diesem Punkt kommen Mikroorganismen ins Spiel, die durch Feuchtigkeit und Druck Wärme erzeugen. Wenn diese Wärme nicht entweichen kann, wird die Temperatur immer weiter in die Höhe getrieben, bis sich bei 70 Grad Celsius das Heu plötzlich selbst entzündet.
Vorbeugen gegen Selbstentzündung von Heu
- Heu ausschließlich trocken und möglichst frei von Verunreinigungen lagern.
- In die Lagerstätten darf keine Feuchtigkeit über Dächer, Wände oder Böden eindringen können.
- Höhe und Größe der Heustapel begrenzen und gleichmäßig verteilen. Elektrische Einrichtungen im Lagerraum sauber halten und regelmäßig kontrollieren.
- Aggregate zum Einbringen des Heus (Heugebläse) auch während und nach dem Einbringen beobachten (Steine oder Metallteile können das Heu entzünden).
- Hantieren mit offenem Feuer oder Rauchen im Bereich von Heulagerungen unterlassen und Lagerstätten vor unbefugtem Betreten sichern.
- Besonders wichtig: Überwachung der Temperatur mit Heumesssonden.
Falls doch einmal etwas passiert, folgende Handlungsreihenfolge beachten:
1. ALARMIEREN: Notrufnummer Feuerwehr 122, ev. Euro-Notruf 112
2. RETTEN: Eventuell verletzte Personen
3. LÖSCHEN: Mit Feuerlöscher, Wasserkübel oder Gartenschlauch
