Grillen

Damit eine Grillparty nicht in einem flammenden Inferno endet, sind folgende Ratschläge zu beachten

  • Wichtig ist ein gerader, rutschfester und vor Umsturzgefahr gefeiter Standplatz.
  • Achtung: Nicht nur die Grillfläche ist heiß, der gesamte Griller erreicht hohe Temperaturen.
  • Alle brennbaren Materialien wie Servietten, Papp- und Plastikteller aus der Reichweite des offenen Feuers entfernen.
  • Auf leicht entzündbare Materialien wie Öl, trockenes Gras, Bäume oder Holzstöße achten und diese aus der unmittelbaren Umgebung des Grillers entfernen.

1. Holzkohlegriller
Holzkohle verleiht dem Fleisch den typischen Grillgeschmack. Dass ein Holzkohlegrill wegen der Rauchentwicklung und des möglichen Funkenfluges nichts in geschlossenen Räumen zu suchen hat, versteht sich von selbst. Es ist nicht klug, während des Grillens Kohle nachzufüllen, deshalb sollte gleich zu Beginn die benötigte Menge aufgelegt werden. Die besten Anzündhilfen sind an der Kennzeichnung ÖNORM EN 1860 oder DIN 66358 erkennbar, wobei feste Anzündhilfen am sichersten sind. Spiritus oder gar Benzin dürfen auf keinen Fall zum Einsatz kommen: Auf den glühenden Kohlen verdampft die Flüssigkeit zum hochexplosiven Dampf-Luft-Gemisch, das sich rasend schnell ausbreitet, bevor es sich entzündet. Personen im Umkreis von mehreren Metern können schwer verletzt werden. Erst wenn sich auf der Holzkohle eine weiße Ascheschicht gebildet hat, sollen Würstel & Co aufgelegt werden. Solange die Grillkohle durchbrennt, werden nämlich Gase frei, die nicht an das Grillgut gelangen sollten. Aluschalen verhindern, dass Fett auf die heißen Kohlen tropft, sich entzündet und krebserregende Dämpfe erzeugt. Nach dem Grillen die restliche Asche ausglühen lassen und vor dem Entsorgen am besten noch einmal mit Wasser ablöschen.

2. Gasgriller
Gasgriller werden meistens mit Flüssiggas betrieben. Am gefährlichsten ist dabei der Kartuschenwechsel: Oft kommt es vor, dass aus undichten Anschlüssen Gas austritt, das an Zündquellen in der Umgebung wie heißen Oberflächen und Kerzen entflammen kann. Nach dem Grillen muss auf jeden Fall festgestellt werden, ob die Gaszufuhr auch wirklich unterbrochen ist, indem nicht nur der Schalter des Grillers auf „Aus“ gestellt, sondern auch das Flaschenventil geschlossen wurde.

Egal ob Holzkohlen-, Gas- oder Elektrogriller: Ein Kübel Wasser oder ein Feuerlöscher sollten immer griffbereit in der Nähe stehen. Und vor allem Kinder, auf die Feuer oft eine große Faszination ausübt, sollten sich keinesfalls unbeaufsichtigt in der Nähe des Grillers aufhalten.

Falls doch einmal etwas passiert, folgende Handlungsreihenfolge beachten:
1. ALARMIEREN: Notrufnummer Feuerwehr 122, evtl. Euro-Notruf 112
2. RETTEN: Eventuell verletzte Personen
3. LÖSCHEN: Mit Feuerlöscher, Wasserkübel oder Gartenschlauch

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