Angebote im Bereich Verkehrstechnik

Die KFV Sicherheit-Service GmbH bietet Gemeinden, Land und Privaten eine sachorientierte, unabhängige Beratung zu verkehrstechnischen Fragestellungen. Die regional tätigen Verkehrstechnik-Spezialisten greifen dabei auch auf den bundesweiten interdisziplinären Know-How-Pool des KFV zurück.

Unser Leistungsangebot umfasst folgende Bereiche:

Analyse des Verkehrsgeschehens
Um verkehrssicherheitstechnische Maßnahmen begründen und durchführen zu können, ist es oftmals erforderlich, Daten wie Geschwindigkeit, Verkehrsbelastung, Zeitlücken, Höchstgeschwindigkeiten, Lkw-Anteil etc. zu erfassen. Das KFV hat mit dem Verkehrsdatenerfassungsgerät eine Messanlage entwickelt, mit der es möglich ist, solche Daten über einen Zeitraum von bis zu 48 Stunden an einem gewünschten Straßenquerschnitt zu ermitteln. Die Aufstellung des Gerätes wird von Mitarbeitern des KFV durchgeführt. Die Anlage wird so positioniert, dass sie für Autofahrer nur schwer erkennbar ist. Folgende Auswertungen sind möglich:

  • Geschwindigkeit (gefahrene Höchstgeschwindigkeit, niedrigste Geschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit) aller vorbeifahrenden Fahrzeuge
  • Abstandsverhalten – Erfassung der Zeitlücken zwischen den Fahrzeugen auf Zehntelsekunde genau
  • Unterscheidung von Fahrzeugen nach der Fahrzeuglänge
  • Auswertung des Verkehrsverhaltens im Begegnungsfall (Pkw – Pkw etc.).

Die Ergebnisse werden in Form einer umfassenden Analyse in einem Bericht zusammengefasst.

Verkehrszählungen
Als Grundlage für die Planung und Gestaltung von Straßenabschnitten dienen meist genaue Erhebungen des Verkehrsgeschehens. Dabei wird sowohl das Verkehrsaufkommen als auch nach Bedarf die Anzahl der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer gezählt. Radfahrer, einspurige Kraftfahrzeuge, Personenkraftwagen, Lastkraftwagen, Lastkraftwagen mit Anhänger bzw. Sattelschlepper, Busse sowie Fußgänger werden genau erfasst. Die Ergebnisse werden detailliert analysiert und sowohl in tabellarischer als auch in grafischer Form dargestellt.

Richtige Absicherung von Straßenbaustellen
In den letzten Jahren kam es durch unzureichende Absicherung von Straßenbaustellen immer wieder zu Verkehrsunfällen mit Personenschaden. Die richtige Absicherung von Straßenbaustellen fällt auf Gemeindestraßen in den eigenen Wirkungsbereich der Gemeinde, wodurch diese eine hohe Verantwortung tragen. Die Fülle von Informationen im Straßenraum stellt höchste Anforderungen an die Aufmerksamkeit der Kraftfahrer. Daher ist eine korrekte und gewissenhafte Absicherung von Baustellen für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer aber auch für die im Baustellenbereich tätigen Arbeitnehmer unerlässlich. Alle wichtigen Informationen zur richtigen Absicherung von Straßenbaustellen können Sie unserem Baustellenhandbuch entnehmen. Darüber hinaus stehen wir Ihnen gerne beratend zur Verfügung.

Sachverständigentätigkeit
Die Verkehrstechniker des KFV unterstützen Behörden durch professionelle Sachverständigentätigkeit. Durch unsere langjährige Tätigkeit als Sicherheitssachverständige sind wir in der Lage, Behörden bei Sicherheitsfragen professionell zu beraten. Die Sachverständigentätigkeit kommt unter anderem auf folgenden Gebieten zum Einsatz:

  • Verordnung von Wohnstraßen
  • Verordnung von Geschwindigkeitsbeschränkungen
  • Parkraumbewirtschaftung
  • Gestaltung von Grundstückszufahrten
  • Umsetzung verkehrsberuhigender gestalterischer und baulicher Maßnahmen.

Kriterien für die Errichtung eines Schutzweges
Für die Errichtung eines Schutzweges sind gewisse Einsatzkriterien erforderlich, wie die Anzahl der querenden Fußgänger, die Fahrzeugfrequenz und die Geschwindigkeiten der Fahrzeuge. Wichtig ist die Erfassung der tatsächlichen Geschwindigkeit, unabhängig von der laut Straßenverkehrsordnung zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Sie ist deshalb von Bedeutung, da umfangreiche Untersuchungen gezeigt haben, dass das Tötungsrisiko direkt mit der Aufprallgeschwindigkeit in Zusammenhang steht und die Anhaltebereitschaft bei zunehmender Geschwindigkeit abnimmt. Für die Beurteilung, ob ein Schutzweg zu errichten ist, müssen folgende Unterlagen vorhanden sein:

  • Zählung der Fußgängerfrequenz und Ermittlung der tatsächlichen Gehlinie
  • Zählung der Fahrzeugfrequenz
  • Geschwindigkeitsmessung (wenn Schutzwege in Kreuzungsbereichen geplant sind und der Fahrzeuglenker aufgrund eines Nachranges seine Geschwindigkeit reduzieren bzw. anhalten muss, ist eine Geschwindigkeitsmessung nicht erforderlich.)
  • Sichtweiten

Fußgänger- und Fahrzeugfrequenzzählungen
Im Zuge der Fußgänger- und Fahrzeugfrequenzzählungen, die von uns durchgeführt werden können, wird neben diesen Kriterien auch das Querungsverhalten der Fußgänger registriert. Dadurch soll gewährleistet sein, dass im Falle der Errichtung eines Schutzweges die beste bzw. die von den Fußgängern am ehesten akzeptierte Querungsstelle ausgewählt wird.

Bearbeitung von Unfallstellen
Immer wieder sind Maßnahmen notwendig, um Unfallstellen zu entschärfen. Das KFV liefert dafür wichtige Grundlagen zur Unfallstellenauffindung, Unfallanalyse und steht für die Ausarbeitung von Verbesserungsmaßnahmen zur Verfügung. Die Aufbereitung der Unfälle in Form von Kollisionsdiagrammen beispielsweise ermöglicht es, den Unfallhergang grafisch darzustellen. Somit können zielführende Maßnahmen zur Entschärfung der Unfallstellen festgelegt werden.

Unfallanalysen
Im Zuge der Unfallanalysen wird das Unfallgeschehen von Streckenabschnitten ermittelt, das als Grundlage für die Entscheidungsfindung von verkehrssicherheitstechnischen Maßnahmen dient. Vorgangsweise:

  • Ermittlung des Unfallgeschehens auf Kreuzungen, Straßenzügen oder gesamten Straßenabschnitten im hochrangigen Straßennetz
  • Grafische Darstellung mittels ArcView und elektronischer Unfallsteckkarte
  • Darstellung von unfallrelevanten Informationen wie DTV-Werte, Unfallhäufungsstellen, Tabellen, Diagrammen, Fotos, Kollisionsdiagrammen
  • Präsentation in Verbindung mit Lösungsvorschlägen zur Verbesserung
  • Nach Bedarf Vorher-Nachher-Untersuchung des Geschwindigkeitsverhaltens mit Hilfe des Verkehrsdatenerfassungsgerätes zur Überprüfung der gesetzten Maßnahmen.

Unfallhäufungsstellen
Unter Unfallhäufungsstellen versteht man kurze Streckenabschnitte (maximal 250 m) oder Kreuzungspunkte, an denen sich mindestens drei Unfälle mit Personenschaden pro Jahr ereignen. Unfallursachen sind oft Mängel in der Linienführung, Kreuzungsgestaltung, Beschilderung oder Markierung und ähnliche Einflüsse der Örtlichkeit. Eine Erfassung dieser kritischen Stellen trägt in der Unfallprävention sehr wesentlich dazu bei, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die Unfalldatenbank des KFV ermöglicht es, die Unfälle im Straßennetz genau zu lokalisieren.

Die Erfahrungen haben gezeigt, dass viele dieser Stellen schon durch einfachste und kostengünstige straßenpolizeiliche Maßnahmen entschärft werden können. Unfallhäufungsstellen, die bauliche Maßnahmen erfordern, werden seitens der Fachabteilungen des Landes im Bauprogramm bevorzugt behandelt. Das Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden, könnte durch gezielte Aufklärung über Unfallhäufungsstellen drastisch gesenkt werden. Auch Sie können so genannte Unfallhäufungspunkte mit erhöhter Aufmerksamkeit passieren, wenn Sie die nötigen Informationen darüber haben.

Verkehrssicherheitskonzeptionen
Um eine Erhöhung der Verkehrssicherheit durch eine Entschärfung von unfallträchtigen Straßenabschnitten oder Verkehrssituationen zu erreichen, ist häufig eine umfassende Untersuchung erforderlich. Unsere Verkehrssicherheitskonzeptionen haben deshalb in der Regel nicht nur das Unfallgeschehen, sondern auch eine verkehrssichere Ausstattung und Gestaltung des Straßenraums für alle Verkehrsteilnehmer zum Inhalt. Auf Grundlage von detaillierten Unfallanalysen und einer sicherheitstechnischen Beurteilung der bestehenden Straßenausstattung können Maßnahmen zur Sanierung von Unfallhäufungsstellen und Problembereichen erarbeitet werden. Da dem sachgerechten Mitteleinsatz eine immer größere Rolle zukommt, stellen in weiterer Folge Vorher-Nachher-Untersuchungen ein wichtiges Instrument zur Erfolgsüberprüfung von Sanierungsmaßnahmen dar.

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