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Snowboarden



Boarden ohne Brüche

2006 verunglückten laut Freizeitunfallstatistik des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) 13.600 Snowboarder in Österreich so schwer, dass sie im Spital behandelt werden mussten.

Jung, männlich und draufgängerisch: Das ist das Profil der Risikogruppe unter den Boardern. Die jugendlichen Draufgänger unter den Snowboardern schätzen sich aufgrund ihrer Kraft und Dynamik gerne als „gute Rider“ ein. Oft fehlen ihnen dazu aber noch ein breites Bewegungsrepertoire und die erforderliche Erfahrung. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich gerade junge Menschen schnell in gefährliche Situationen bringen. Zusammenstöße mit anderen Wintersportlern machen nur einen Bruchteil des Unfallgeschehens aus.

Ein Unterschied zwischen den beiden alpinen Wintersportarten ist das Verletzungsmuster: Während Skiläufer besonders im Bereich der unteren Extremitäten gefährdet sind, verletzen sich Boarder meist an Händen, Unterarmen, Ellbogen und Schultern, wenn sie instinktiv versuchen, einen Sturz abzufangen. Etwa die Hälfte der Verletzungen (45%) sind Knochenbrüche. Da die Verletzungsmechanismen ähnlich wie beim Inline-Skaten sind, zählen Handgelenksprotektoren mit zu den wichtigsten Bestandteilen einer professionellen Snowboardausrüstung. Die Verwendung eines Rückenprotektors empfiehlt sich insbesondere für Snowboarder, die das Springen in Halfpipes dem reinen Carven auf der Piste vorziehen. Außerdem gehört ein Helm zur absoluten Pflichtausstattung für Boarder, denn immerhin rund elf Prozent der verunglückten Snowboarder werden mit Kopfverletzungen ins Spital eingeliefert. Das müsste nicht sein: Die meisten schweren Kopfverletzungen könnten durch das Tragen eines Helms verhindert werden.       

Damit die Faszination des Boardens erhalten bleibt, sind einige Sicherheitsmaßnahmen zu beachten: So muss jeder Snowboarder nicht nur das Fahren, sondern auch das richtige Fallen unter professioneller Anleitung erlernen. Grundsätzlich sind nur markierte Abfahrten zu empfehlen – hier ist man vor Gefahren der Bergwelt wie Lawinen oder Abgründen geschützt. Für den Tiefschnee abseits der Piste ist eine solide alpine Ausbildung, eine fachkundige Führung und in jedem Fall eine vollständige Lawinenschutz-Ausrüstung erforderlich. Generell besonders wichtig: Pistenregeln gelten nicht nur für Skifahrer, sondern auch für Snowboarder! Für das Verhalten in Halfpipes und Funparks gibt es noch zusätzliche Empfehlungen, die zu beachten sind. Jeder Wintersportler muss sich ausführlich über die bestehenden Regelungen und Empfehlungen informieren, um sich und andere nicht zu gefährden.