
Auf Rollen ins Krankenhaus
Der Boom, den das Inline-Skaten zwischen 2000 bis 2003 erfahren hat, ist nicht überraschend: Inline-Skaten bietet vorzügliche Trainingsmöglichkeiten für Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft und koordinative Fähigkeiten - und das auf jedem ebenen Weg, mit leichtem Gerät.
Doch: Allein im Jahr 2006 rollten rund 4.200 Inline-Skater österreichweit ins Krankenhaus. 25 Prozent der Inline-Skater, die 2006 im Spital landeten, war unter 15 Jahren. Trotzdem frönen nach wie vor zahlreiche Österreicher diesem Ausdauer-Sport.
Unfallursache Nummer eins war der Sturz. Von den Blessuren am meisten betroffen waren die oberen Extremitäten, gefolgt von den unteren und dem Kopf. Auf Platz eins lag mit 50 Prozent der Knochenbruch, dahinter Sehnen- und Muskelverletzungen.
Der typische Unfall-Mechanismus beim Inline-Skaten ist schnell erklärt: Die Sportler verlieren plötzlich das Gleichgewicht – durch die Rollen an den Schuhen geht das blitzschnell. Man versucht den Sturz mit den Händen abzufangen. Kommt man zu steil auf, führt dies zu Knochenbrüchen vor allem an Händen oder Armen. Die meisten Verletzungen ereignen sich nach Einzelstürzen.
63 Prozent der Verunfallten gaben laut Freizeitunfallstatistik an, dass sie zum Zeitpunkt des Unfalls ohne Schutzausrüstung unterwegs waren, d.h. sie trugen weder Helm noch Arm-, Ellbogen- oder Knieschützer. Um diese Sportart möglichst verletzungsfrei zu überstehen, ist eine Schutzausrüstung aber auf jeden Fall empfehlenswert. Anfänger sollten einen Kurs besuchen, um das richtige Bremsen und Stürzen zu lernen.


