Todesfalle Teich

Ertrinken stellt bei Kleinkindern unter fünf Jahren die zweithäufigste Unfallart mit Todesfolge – hinter Verkehrsunfällen – dar. Zwischen 2001 und 2006 ertranken 47 Kinder unter 15 Jahren. Besonders groß ist die Gefahr bei Kleinkindern, denn 66 Prozent (31 Kinder) waren unter fünf Jahren. Allein im Jahr 2003 ertranken zwölf Kinder, sie alle waren jünger als fünf Jahre.

Ertrinkungsunfälle mit Kleinkindern passieren oft im eigenen Garten oder in der unmittelbaren Wohnumgebung. Viele Kinder sind unbeaufsichtigt, spielen beim Pool oder Biotop und fallen hinein. Schon eine Minute Unachtsamkeit kann zur Katastrophe führen, denn Kleinkinder können bereits bei einer Wassertiefe von wenigen Zentimetern ertrinken. In der Paniksituation können sie den Kopf nicht mehr eigenständig aus dem Wasser ziehen und verfallen in eine Starre und ertrinken letztlich lautlos. Auch wenn der Unfall nicht tödlich endet, ist die Gefahr eines bleibenden Gehirnschadens wegen unterbrochener Sauerstoffzufuhr groß.

Da offene Wasserflächen schnell zur tödlichen Falle werden können, sollten Eigentümer ihre Teiche, Biotope, Regentonnen oder Swimmingpools absichern. Idealerweise wird dies bei der Planung bedacht. Gewässer sollen prinzipiell nur an gut einsehbaren Stellen angelegt werden. Instabile Randbereiche wie lose Platten, Steine oder schlammig-sumpfiger Untergrund sollen vermieden werden. Ein besonders guter Schutz für Kleinkinder sind professionell angelegte Umzäunungen. Eine entsprechende Bepflanzung sorgt bei Bedarf für die unauffällige Optik. Statt des Zauns ist auch ein Gitter möglich: Knapp unter der Wasseroberfläche montiert, lässt es Kinder beim Sturz zwar nass werden, aber nicht untergehen. Falls es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch mal zum ungewollten Sturz ins Nass kommt, kann ein Poolalarm, der auf der Wasseroberfläche schwimmt und auf Wasserverdrängung reagiert, mit lautem Signal sofort darauf aufmerksam machen und damit ein Kinderleben retten.

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