
Freizeitunfallstatistik 2006
Unfallprävention schafft mehr Sicherheit
Grundlage für eine funktionierende Strategie zur Unfallverhütung ist das Wissen darüber, wo und bei welcher Tätigkeit Menschen verunfallen, und wie viele Unfälle überhaupt passieren. Nur so wird ersichtlich, in welchen Lebensbereichen bzw. -alter besonders viel passiert und dringender Handlungsbedarf besteht.
Die hier vorliegende Freizeitunfallstatistik leistet genau das: Bereits seit 1987 arbeitet das KfV daran, Unfälle abseits des Straßenverkehrs, der Arbeits- sowie Schulunfälle zu analysieren und darauf aufbauend Präventivmaßnahmen zu entwickeln.
Fast drei Viertel aller Unfälle in Österreich passieren in den Lebensbereichen Heim, Freizeit und Sport. Bei den tödlichen Unfällen in diesen Bereich gab es in den letzten zehn Jahren einen Anstieg von 17 Prozent. Nach wie vor ist die Gruppe der ab 60-Jährigen überproportional von tödlichen Unfällen betroffen. Im Vergleich zu 2005 (1.450) ist die Zahl der tödlichen Unfälle von Senioren abseits von Transportmittelunfällen im Jahr 2006 zwar gesunken (1.345), doch ein Anlass zur Freude ist diese Entwicklung nicht. Immerhin beträgt der Anteil der ab 60-Jährigen an Unfällen abseits von Transportmittelunfällen 75 Prozent! Und das obwohl diese Bevölkerungsgruppe nur 22 Prozent der österreichischen Gesamtbevölkerung stellt. Das KfV setzt sich daher wiederholt dafür ein, mehr für die Sicherheit von Senioren zu tun und dementsprechende Präventionsprogramme zu entwickeln. Unfallprävention und damit die Schaffung von mehr Sicherheit liegt nicht nur in der Verantwortung jedes Einzelnen. Es braucht auch die Mitwirkung der Meinungsbildner wie der Ärzteschaft, des Handels und der Sportverbände. Selbstverständlich braucht Unfallprävention auch gesetzliche Rahmenbedingungen, denn Sicherheit ist nicht nur ein zentrales Bedürfnis des Menschen, sondern auch eine der zentralen Aufgaben des Staates.

