Maßnahmen, die für einen Dieb viel Lärm verursachen und lange Zeit brauchen, um geknackt zu werden, sind besonders effizient. Bei geprüften Sicherheitstüren, eingemauerten Fenstergittern und einbruchhemmenden Fensterbeschlägen geben viele auf.
- Sicherheitstüren, die der ÖNORM B5338 entsprechen (6 Klassen, Klasse 3 wird für den Heimbereich empfohlen)
- Bei Türen, die der ÖNORM entsprechen, wurde die Tür durch ein anerkanntes Prüfinstitut auf ihre Qualität kontrolliert
- Zusatzschlösser, Verstärkung alter Türen
- In der Mauer verankerte Fenstergitter
- Sicherheitsverglasung oder Folie
- Rollläden
- Geprüfte einbruchhemmende Fensterbeschläge in Verbindung mit absperrbaren Fenstergriffen
- Tresor (in der Mauer verankert)
- Leerverrohrung für spätere Maßnahmen
Bei Sicherheitstüren beißen Diebe auf Granit
Die Wohnungstüre ist gerade in Mehrfamilienhäusern die wichtigste Barriere gegen Einbrecher. Einfache Wohnungstüren sind für routinierte Langfinger oft ein Kinderspiel, weil sie einem Einbruchversuch kaum standhalten würden. Wenn jemand weiß, wo er ansetzen muss, ist das Knacken einer Standardtür eine Angelegenheit weniger Minuten, manchmal weniger Sekunden, ein paar Handgriffe genügen. Bei sogenannten „Sicherheitstüren“ beißen Diebe aber auf Granit. Fünf bis 20 Minuten, je nach Widerstandsklasse, trotzt sie Einbruchversuchen und das reicht meist aus, um Eindringlinge zum Aufgeben zu zwingen. Ein Großteil der Einbrecher resigniert, wenn sie es nicht innerhalb von zwei Minuten in die Wohnung schaffen. Eine Sicherheitstür ist daher eine lohnende Investition. Dass die Österreicher nicht immer wissen, woran man eine wirklich sichere Sicherheitstür erkennt, zeigt eine 2007 unter 450 Österreichern durchgeführte Telefonumfrage des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit).
38 Prozent der Befragten hatten nach eigenen Angaben eine Sicherheitstür eingebaut. Allerdings gab nur ein wenig mehr als die Hälfte dieser Personen auch an, dass die Tür nach der Ö-Norm B 5338 geprüft wurde. Diese Norm ist ein klares Qualitätskriterium. Jede dritte befragte Person wusste aber nicht, ob die eigene, als „Sicherheitstür“ bezeichnete Eingangstür dieser Norm entspricht.
Woran erkennt man eine genormte Sicherheitstür?
Wer ungewollten Besuch fern halten will, sollte beachten, dass der Begriff „Sicherheitstür“ in Österreich nicht geschützt und daher noch kein Zeichen für Qualität und einbruchhemmende Ausführung ist. Geprüfte Qualität kauft man aber auf jeden Fall, wenn auf der Tür das ÖN-Prüfzeichen erkennbar ist, auf dem außerdem eine Registriernummer zur Nachverfolgung eingetragen ist. Die Ö-Norm B 5338 wird in sechs Widerstandsklassen eingeteilt, wobei die Widerstandsklasse 3 für den privaten Wohnbereich empfohlen wird. Diese Widerstandsklasse beschäftigt einen Einbrecher mindestens fünf Minuten, die er sich aber erfahrungsgemäß selten nimmt, da die Gefahr des Entdecktwerdens mit jeder Minute steigt. Sämtliche Bauteile einer genormten Sicherheitstür werden vom Normungsinstitut einer statischen, dynamischen und mechanischen Prüfung unterzogen. Einige Haushaltsversicherungen gewähren bei der Anschaffung einer einbruchhemmenden Tür übrigens einen Prämien-Rabatt von 10 bis 15 Prozent.
Sinnvolle Zusatzmaßnahmen
Bei der Befragung gab jede zweite Person an, die Eingangstür mit einem speziellen Türschloss oder Türzylinder vor Einbrechern zu schützen. Je knapp ein Drittel setzt Mehrfachverriegelungen (Türkette, Sperrbügel, Türbalken oder Riegel) oder einen Weitwinkelspion ein. Ein Zusatzschloss hatte nur jeder vierte Befragte als Einbruchschutz eingebaut. Grundsätzlich bietet eine nach Ö-Norm B 5338 geprüfte Sicherheitstür umfassenden Einbruchschutz. Eine Kombination anderer Sicherheitselemente ist aber sicher sinnvoll, solange man auf die Gesamtkonstruktion und das Zusammenspiel der einzelnen Elemente achtet.