Kein getötetes Kind mehr in Österreich

- so lautet das ehrgeizige Ziel der Initiative VISION ZERO 2020.

Rund 165.000 Kinder verunglückten im Jahr 2014 bei Unfällen
(2013: rd. 160.000) in Österreich. Immer noch ist die Kindersterblichkeit nach Unfällen in Österreich mit einer Rate von 20 Unfalltoten je 1 Million Kinder unter 15 Jahren um über 20 Prozent höher als beispielsweise in Schweden mit einer Rate von 16 (im Jahr 2011).

Nicht vergessen werden darf auch die große Anzahl an Kindern mit schweren bleibenden Schäden. Durchschnittlich (2010-2014) verunglückt in Österreich alle drei Minuten ein Kind unter 15 Jahre, etwa alle zwei Wochen stirbt ein Kind an den Folgen eines Unfalles in Österreich. Damit sind Unfälle im Kindes- und Jugendalter eine der häufigsten Ursachen von Todesfällen und ernsthaften Körperschäden. Durch einfache Sicherheitsmaßnahmen wäre eine Reduktion von bis zu 100.000 Kinderunfällen jährlich durchaus vorstellbar.



Wie eine aktuelle KFV-Studie zeigt, sehen Eltern, wenn sie an die Sicherheit ihrer Kinder denken, die Gefahren meist zuerst im Straßenverkehr, das eigene Zuhause gilt als Ort der Sicherheit. Die Realität zeichnet ein anderes Bild: Nur zwei Prozent der Kinderunfälle betreffen den Straßenverkehr. 75 Prozent der Unfälle passieren zu Hause und in der Freizeit (ca. 123.000 verletzte Kinder unter 15 Jahren im Jahr 2014), mehr als 20 Prozent ereignen sich in der Schule und beim Schulsport. Die meisten Unfälle sind Stürze. Durch die Stärkung des elterlichen Risikobewusstseins sowie einfache Sicherheitsmaßnahmen, lassen sich Haushalte im Handumdrehen kindersicher gestalten und Unfälle vermeiden. Besonders tragisch sind Unfälle - wie z.B. die regelmäßig wiederkehrenden tödlichen Fensterstürze - die durch entsprechende Maßnahmen leicht vermeidbar wären. So sollten zum Beispiel Fenster immer mit Fenstersperren versehen sein. Am besten geeignet sind Sperren, die bereits in den Fenster- oder Türgriff integriert und mit einem Schlüssel zu öffnen sind. 

Durch die Stärkung des elterlichen Risikobewusstseins sowie das Treffen einfacher Sicherheitsvorkehrungen lassen sich viele Alltagssituationen schnell entschärfen, Haushalte im Handumdrehen kindersicher gestalten und somit Unfälle vermeiden. Denn jeder einzelne Kinderunfall, der verhindert werden kann, ist bereits ein wichtiger Schritt hin zur Erfüllung der "Vision Zero 2020".